Verehrte Präsidentin! Frau Ministerin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Familien sind das Fundament unserer Gesellschaft, und Kinder sind unsere Zukunft. Daran, wie ein Volk mit seinen Familien und Kindern umgeht, kann man erkennen, wie zukunftsfähig es ist.
Ich möchte deshalb zu Beginn eine kleine Bestandsaufnahme machen. Das ist auch geboten, weil heute der Internationale Tag der Familie ist.
Die Anzahl der Eheschließungen je 1 000 Einwohner ist seit 2000 von 5,1 auf 4,2 pro Jahr gesunken; das sind ungefähr 20 Prozent weniger. Im gleichen Zeitraum ist die Zahl der regulären Inobhutnahmen – also ohne die Inobhutnahmen von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen – um sage und schreibe 60 Prozent gestiegen. Die laufenden Erziehungshilfen nach SGB VIII haben alleine seit 2008 um 50 Prozent zugenommen.
Es sieht also schlecht aus für unsere Familien und Kinder und damit für das Fundament und die Zukunft unserer Gesellschaft. Dazu passt auch, dass Deutschland im gerade veröffentlichten UNICEF-Kindeswohl-Ranking von Platz 14 auf Platz 25 geradezu abgeschmiert ist. Es ist höchste Zeit, gegenzusteuern.
Wer im Koalitionsvertrag allerdings nach geeigneten Maßnahmen sucht, wird enttäuscht; dieser verliert sich im Klein-Klein woker Schlagworte und definiert noch nicht einmal, was eine Familie überhaupt ist.
Was wir wirklich brauchen, sind Rahmenbedingungen, unter denen sich starke und stabile Familien entwickeln können. Ich mache da mal ein paar konstruktive Vorschläge: Wir sollten sofort aufhören, unsere Jugendlichen während der schwierigsten Phase ihres Lebens, der Pubertät, gezielt in ihrer Geschlechteridentität zu verwirren. Also Schluss mit der Genderideologie!
Unsere Kleinkinder sollten ihren Körper wie früher im eigenen Tempo kennenlernen dürfen, statt durch Frühsexualisierung dazu genötigt zu werden. Gender-Mainstreaming und Frühsexualisierung sind übrigens wesentlich auf den inzwischen als pädophil überführten Professor Helmut Kentler zurückzuführen. Ein Irrsinn, daran jetzt noch festzuhalten!
Wir sollten auch aufhören, Frauen und Männern zu suggerieren, sie seien nur etwas wert, wenn sie Karriere machen und Geld verdienen. Kindererziehung ist die wichtigste und wertvollste Tätigkeit in unserer Gesellschaft.
Wir brauchen echte Wahlfreiheit zwischen Fremd- und Selbstbetreuung statt der einseitigen und teuren Förderung von Betreuungseinrichtungen.
Vor allem brauchen wir wieder mehr Anerkennung für Familien durch Politik und Gesellschaft statt der Fokussierung auf lautstarke Interessengruppen.
Wenn wir das umsetzen, dann werden in Deutschland auch wieder mehr Kinder geboren. Denn eines muss man ganz deutlich benennen: Die einzig wirklich existenzielle Bedrohung für unser Volk ist die demografische Katastrophe.
Die Auswirkungen sind bereits heute – durch die Schieflage der Sozialsysteme, die zunehmende Altersarmut und den Fachkräftemangel – deutlich zu spüren. Trotzdem wird dieses Thema totgeschwiegen oder als „demografischer Wandel“ verharmlost.
Das ist auch nicht verwunderlich; schließlich haben die Regierungen der letzten 50 Jahre auf diesem Feld kläglich versagt.
Wir von der AfD werden die demografische Katastrophe zum Thema machen, und wir werden vor allem aufzeigen, wie wir sie abwenden können.
Wir haben also spannende Jahre vor uns. Ich freue mich auf viele kontroverse und hoffentlich konstruktive Debatten.