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43. Sitzung
Mittwoch, 26. November 202521. Wahlperiode, 43. Sitzung
8 VermerkeReaktionswert: lebhaft641 Wörter Im Protokoll lesen
Rednerwechsel

Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Kollegen! Und vor allem: Liebe Sportler! Gleich als Einwurf: Eigentlich gibt es auf eine persönliche Erklärung keine Erwiderung.

Ich müsste Ihnen theoretisch einen Ordnungsruf erteilen,

Ja, für die Wahrheit gibt es immer Ordnungsrufe!

mache das jetzt aber nicht.

Ich erteile Ihnen hiermit einen Ordnungsruf, Herr Reichardt. Sie kennen anscheinend die Geschäftsordnung nicht. Da ist vorgesehen, dass auf persönliche Erklärungen auch erwidert werden kann. – Ich hatte gerade darum gebeten, dass Ihr Geschäftsführer nach vorne kommt, um das erläutert zu bekommen. Das brauchen Sie jetzt nicht mehr; ich lese es vor. – Sie bekommen den Ordnungsruf, weil Sie genau wissen, dass Kritik am Vorsitz in den Ältestenrat gehört. Solange Sie nicht bereit sind, das zu verstehen, gibt es Ordnungsrufe. Das wird auch so bleiben.

Beifallbei der SPD, dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der Linken sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU

Ich lese es jetzt einmal vor. In der neu beschlossenen Geschäftsordnung heißt es auf Seite 14 in § 27a:

„Wenn es um die Zurückweisung von Äußerungen gegen die eigene Person oder um die Richtigstellung eigener Äußerungen geht, soll das Wort nach Satz 1 erteilt werden. Dieser Anlass ist dem Präsidenten bei der Wortmeldung vorab mitzuteilen.“

Davor steht:

„Der Redner“

– auf den sich die persönliche Erklärung bezieht –

„darf auf eine Kurzintervention noch einmal kurz antworten.“

Kurzintervention!

Kurzintervention!

– Auch Sie kriegen einen Ordnungsruf, weil Sie anscheinend nicht verstanden haben, dass diese Debatte in den Ältestenrat gehört. Herzlichen Dank dafür! Das werden wir im Ältestenrat weiter vertiefen. – Dieser Absatz bezieht sich auch auf persönliche Erklärungen. § 27a, das können Sie gerne nachlesen und im Ältestenrat weiter erörtern.

Sören Pellmann [Die Linke], an die AfD gewandt: Lesen bildet!

Jetzt haben Sie aber das Wort, Herr Abgeordneter König.

Rednerwechsel

Zurück zum Sport. – Das Budget für den Spitzensport steigt um 3,6 Prozent auf 346 Millionen Euro. Das ist wenig, aber mehr als nichts. Wir als Alternative für Deutschland haben bereits 2018 gefordert, den Spitzensport mit 340 Millionen Euro zu unterstützen. Nach nur sieben Jahren Reaktionszeit haben Sie endlich erkannt, dass unsere Forderung richtig ist. Die damals, also 2018, von uns geforderten 340 Millionen Euro haben heute, im Jahr 2025, eine Kaufkraft von 420 Millionen Euro. Um den ungenügenden Regierungsvorschlag zu verbessern, haben wir insgesamt zwölf Haushaltsänderungsanträge gestellt. Und – oh Wunder! – diese AfD-Anträge hätten zu einem Spitzensporthaushalt von 424 Millionen Euro geführt, genauso wie schon 2018 gefordert. Diese jahrelange Zielstrebigkeit und Konsistenz in der Sportpolitik müssen Sie uns erst mal nachmachen.

Beifallbei der AfD

Was machen Sie stattdessen? Sie lehnen diese Anträge ab. Sie schieben die Probleme im deutschen Sport immer weiter vor sich her. Die Situation der Trainer wird nicht verbessert. Die Spitzensportreform ist schon fast zehn Jahre alt und immer noch nicht vollendet. Die Duale Karriere wird mangelhaft umgesetzt. Immer noch verlieren wir Sportler beim Übergang in den Beruf oder in die Berufsausbildung.

Außerdem: Die mangelnde Wertschätzung für unsere Sportler wird auch deutlich in den Olympia- und Paralympiaprämien. Unsere deutschen Sportler bekommen für einen Sieg 20 000 Euro. In Italien sind es 150 000 Euro. Das ist mehr als das Siebenfache. Das alles ist einfach nur beschämend. Besonders beschämend ist die Tatsache, dass die Regierung hundertmal so viel Geld als Bürgergeld für Ausländer ausgibt wie für den deutschen Spitzensport.

Beifallbei der AfD

Um es kurz zu machen: Wir werden das alles ändern, und wir haben dafür die Konzepte fertig in der Schublade.

Sport frei und vielen Dank für die Aufmerksamkeit.

Beifallbei der AfD

Vielen Dank. – Für das Protokoll noch mal präzisiert: Der zweite Ordnungsruf, den ich erteilt habe, ging an den Abgeordneten Keuter, weil Kritik am Vorsitz durchaus erlaubt ist, allerdings im Ältestenrat.

Die nächste Rednerin ist Dr. Ottilie Klein von der Unionsfraktion.

Beifallbei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD

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