Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Weil unsere Soldatinnen und Soldaten gerade angesprochen wurden, möchte ich ihnen an dieser Stelle nicht nur für ihren Dienst ganz herzlich danken, sondern auch darauf hinweisen, wie wichtig die Sportförderstellen bei Bundeswehr, Bundespolizei und auch beim Zoll sind. Vielen, vielen Dank erst einmal für Ihren Einsatz!
Dass wir internationale Sportereignisse können, haben wir in den letzten Jahren gezeigt; das haben schon verschiedene Rednerinnen und Redner ausgeführt. Ich möchte aber noch mal betonen, wie großartig es ist, dass Deutschland den Zuschlag für die Frauen-EM 2029 erhalten hat.
Wir malen uns schon die Fanmeilen aus, die Familienfeste; das wird ein richtig schönes Ereignis. Die Schweiz hat vorgelegt. Mindestens daran werden uns doch messen lassen wollen.
Aktuell findet in Deutschland und den Niederlanden die Handball-WM der Frauen statt. Heute Abend spielt unsere Nationalmannschaft in Dortmund um den Gruppensieg. Wir drücken alle ganz doll die Daumen.
Warum sollten und können wir uns darüber so freuen? Weil Sportveranstaltungen wie auch Olympische und Paralympische Spiele eine ganz außergewöhnliche Strahlkraft haben. Sie stärken den gesellschaftlichen Zusammenhalt, Offenheit, aber eben auch Leistungsbereitschaft; Leistungsstrukturen und Nachwuchsförderung können ausgebaut werden. Sie wecken Begeisterung für Sport, gerade auch für Randsportarten – auch das ist wichtig –, transportieren Werte wie Fairness, Gleichberechtigung und Inklusion und schaffen Vorbilder. Besonders schön ist, dass solche Ereignisse das ganze Land bewegen, von der jungen Nachwuchssportlerin bis zu vielen, vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern; denn die schaffen Räume für Begegnungen und Beteiligung. Also: Da kommt viel Schwung, ganz viel gute Laune. Und das ist eigentlich das Gegenteil von dem, was Sie von der AfD hier heute verbreiten,
vielleicht auch nicht nur heute.
Natürlich bieten solche Ereignisse wiederum die Chance – das wurde auch gesagt; ich möchte es betonen –, dass große Sportereignisse demokratisch, nachhaltig und sozial organisiert werden können. Der Weg ist durchaus länger, aber er ist eben demokratisch. Er bindet die Bevölkerung der Städte oder Austragungsorte ein, und das über die politischen Lager hinweg. Das ist ein ganz wichtiges Gut, das wir transportieren können.
Viele Kritikerinnen und Kritiker von Olympischen und Paralympischen Spielen in Deutschland sitzen jetzt vielleicht auf der Couch, mit der Fernbedienung in der Hand, und fragen sich: Muss das sein? – Ich sage: Ob es am Ende nun Hamburg, Berlin, München oder Rhein-Ruhr sein wird – lasst uns gemeinsam von der Couch aufstehen und alle mitziehen, lasst uns zeigen, welche Chancen es bietet, Gastgeber für die Welt zu sein, und wie viel Freude sich damit verbinden lässt. Daher unterstützen wir in unserem gemeinsamen Antrag mit Union und den Grünen den Bewerbungsprozess –
Vielen Dank.
– des Deutschen Olympischen Sportbundes um Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland.
Vielen Dank.
Vielen Dank. – Der letzte Redner in dieser Aussprache ist Florian Müller von der CDU/CSU-Fraktion.