Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Die Bundesregierung kann und sollte gerne auch ihre Soldaten finanziell und materiell besser ausstatten. Aber für Kampfbereitschaft und Durchhaltefähigkeit sind auch immaterielle Faktoren sehr wichtig. Zum einen sind das natürlich Organisation, Disziplin, militärische Führung und Ähnliches. Da müssen wir uns aber wenig Sorgen machen; denn die Soldaten unserer Bundeswehr wissen sehr gut, wie das geht.
Anders sieht es beim Soldatenbild des Ministeriums aus und auch bei dem Stolz auf das Vaterland, das man verteidigt; denn ein großer Teil der Politik fremdelt noch immer mit dem Bild des Soldaten als Kämpfer und mit Patriotismus sowieso. Würde ein deutscher Soldat beispielsweise den Schlachtruf der Ukraine einfach mal ins Deutsche übersetzen und „Ruhm für Deutschland!“ rufen: Meine Damen und Herren, der säße wohl am nächsten Tag beim MAD. Gleichzeitig kann man aber Minister werden in diesem Land, wenn man erklärt, dass man mit Deutschland noch nie etwas habe anfangen können. Das passt natürlich nicht so ganz zusammen.
Wir haben im Verteidigungsausschuss in der jüngeren Vergangenheit leider auch über Fehlverhalten einzelner Soldaten – –