Vielen Dank. – Ich möchte meine Kurzintervention ganz gern beginnen mit einem Gedicht; unserem Hohen Hause steht etwas Kultur ja immer wieder gut.
Thomas Gsella, der Dichter und Satiriker, hat das Gedicht „Die Autobahn“ gemacht.
Ich zitiere:
„Würden Raser ihre Spiele Nur mit ihresgleichen machen Und nicht jeden Tag auch viele Andere zu Leichen machen,
Würde niemand etwas sagen, Wenn sie da mit Minipimmel Und gestrecktem Maxiwagen Fliegen Richtung Raserhimmel –
Aber die das Leben ächten, Möchten allen tödlich sein: Weil sie gerne sterben möchten, Aber gerne nicht allein.“
Der Dichter Thomas Gsella hat bei einem Überholvorgang auf der Autobahn seine Schwester und seine Nichte verloren. Dieser Unfall wäre vermeidbar gewesen, wenn der Unfallverursacher sich an eine Richtgeschwindigkeit von 120 oder 130 km/h gehalten hätte oder wenn es ein Tempolimit gegeben hätte. Denn ein Tempolimit ist eine Maßnahme, die Menschen zwingt, sich an Recht und Gesetz zu halten. Es ist eine verbindliche Regel.
Herr Abgeordneter, was sagen Sie den Opfern von Raserei auf den deutschen Autobahnen?
Was sagen Sie den 58 Familien, die im letzten Jahr ihre Angehörigen durch Raserei auf den Autobahnen verloren haben? Wäre es nicht notwendig, mit Blick auf das Leid dieser Menschen endlich auf unseren deutschen Autobahnen ein Tempolimit einzuführen?