Vielen Dank, Herr Präsident. – Moin! Ja, Herr Reichardt, in Nordfriesland hört man ganz genau zu, und ich finde es, ehrlich gesagt, toll, zu sehen, wie parteiübergreifend die Unterstützung hier für die Marschbahn ist.
Ich will jetzt auch nicht wiederholen, was die Kolleginnen und Kollegen, insbesondere Herr Reichardt und Herr Bodin, bereits so treffend zur Marschbahn vorgetragen haben. Aber ich möchte festhalten: Auch wenn es hier im Bundestag und im Verkehrsministerium andere wichtige Strecken gibt, dann besteht der Unterschied der Marschbahn im Vergleich zu all den anderen Strecken darin, dass sie absolut alternativlos ist. Sie ist die einzige realistische Verbindung für die Menschen, um auf die Insel zu kommen und auch wieder zurück. Und dabei geht es nicht um Tourismus, sondern vor allem um die Menschen, die täglich pendeln, arbeiten und ihren Alltag organisieren.
Zwar wurden beim Marschbahngipfel auf Sylt vor Kurzem kurzfristige Maßnahmen aufgezeigt, die den Druck von der Strecke nehmen sollen, aber selbst bei der Deutschen Bahn – und heute habe ich es auch von Herrn Bodin und von Herrn Reichardt noch mal gehört – sagt man: Das reicht nicht aus. Helfen kann nur der Ausbau der Strecke.
Und damit sind wir beim entscheidenden Punkt, bei der Finanzierung. Leider herrscht dazu bisher nur ohrenbetäubendes Schweigen aus Ihrem Haus, Herr Schnieder und Herr Lange. Und dann ärgert es mich, wenn man den Menschen vor Ort 2029 für den Baubeginn in Aussicht stellt, ohne gleichzeitig sagen zu wollen, von welchem Geld das eigentlich passieren soll.
Dabei muss uns allen klar sein: Ohne Geld wird hier nichts gebaut. Wir als Parlament tragen die Verantwortung für den Haushalt. Wir können die Mittel bereitstellen, und darum ist es allerhöchste Eisenbahn für Sylt und für Nordfriesland, dass wir gemeinsam die finanzielle Grundlage schaffen. Dann kann der Ausbau tatsächlich kommen.
Vielen Dank.