Vielen Dank, Herr Präsident. – Liebe Kollegin Wittmann, leider hatten Sie nicht die Größe, meine Zwischenfrage zuzulassen.
Äh, was hat das mit Größe zu tun?
Kollegen von Ihnen sind da, sagen wir mal, etwas offener – aber gut.
Sie hatten in Ihrer Rede gesagt, Sie würden auf gar keinen Fall mit den Rändern hier im Parlament zusammenarbeiten wollen, das würde gar nicht gehen, und Sie wehren sich gegen jeden Extremismus. Ich habe vor drei Monaten in der Großen Kreisstadt Traunstein mein Wahlkreisbüro als Organ des Verfassungsorgans Bundestag
Was? Ein Büro ist kein Organ!
– als Abgeordneter des Bundestages – eröffnet. Dort hat dann der DGB, der auch gegen unseren Parteitag in wenigen Wochen mobilisiert, eine Demonstration ausgerichtet. Und aufgerufen zu dieser Demonstration haben die SPD, die Grünen, der DGB natürlich und – Wunder, Wunder – die CSU.
Sehr gut! Richtig stark!
Zeitgleich fand im Stadtmuseum Traunstein eine Ausstellung zur Stasidiktatur statt.
Wenn auf dieser Demonstration Frau Kofler, die gerade leider weg ist, SPD, Parlamentarische Staatssekretärin, und der Oberbürgermeister, ein CSU-Mann – also ein Mitglied Ihrer Partei –, mir als Abgeordnetem des Deutschen Bundestages absprechen, ein Büro zu eröffnen, wozu ich in gewissem Sinne auch verpflichtet bin,
Wo ist das Problem?
dann frage ich Sie: Gibt es weiterhin diese breiten Bündnisse, oder ist das, was wir hier immer hören, nur heiße Luft, und Abgrenzungen finden eigentlich nicht statt? – Danke.
