Ich werde nach dieser Debatte auch dorthin fahren und daran teilnehmen. Sie halten mich jetzt eine Minute länger auf, ehrlich gesagt.
Aus meiner Sicht – aber da bin ich bei Weitem nicht alleine, weil wir eben für diese Ziele einstehen; ich werde im Laufe meiner Rede auch noch dazu kommen – kann ich nur sagen: Ein Werkstattgespräch ist immer gut. Man darf immer klüger werden; man darf immer auch über die verschiedenen Standpunkte reden. Wir müssen dann sehen, dass daraus die richtigen Schlussfolgerungen gezogen werden.
Auch ist ein Werkstattgespräch kein Beschlussgremium für unsere Partei, für unsere Programmatik, sondern dazu haben wir andere Gremien; das kennen Sie ja auch. Wir werden diese Diskussion mit sehr guten Argumenten führen. Ich bin immer ein Fan von Fakten und werde versuchen, auf eine gute Beschlussfassung in meiner Partei Einfluss zu nehmen,
und dann komme ich auch gerne darauf zurück.
Zunächst aber noch Folgendes: Die Bundesregierung hat ihre Priorität Nummer eins auf die Staatsmodernisierung gesetzt. Ich glaube, das ist ein ganz wichtiges Thema, wenn es darum geht, Vertrauen in die Politik zurückzugewinnen. Viel zu oft erfahren wir im Moment, dass der Staat nicht überall so funktioniert, wie wir uns das vorstellen und wie es eigentlich auch der selbstgesetzte Maßstab sein müsste. Aber ich denke, dass wir hier gerade auch mit Minister Wildberger zu messbaren Fortschritten kommen werden.
Ich möchte aber als Vorsitzende des Beirats – das wurde schon angesprochen – auch von unserer Arbeit berichten. Wir haben uns vor allem einem Thema gewidmet – ein Thema, das auch die Bundesregierung in ihren fünf Zielen nennt –, und zwar der Bewahrung der natürlichen Lebensgrundlagen. Dazu gehört auch das Klima. Ich denke, dieses Thema ist deshalb besonders wichtig, weil wir hier Entscheidungen treffen, die die nachfolgenden Generationen in ganz besonders existenzieller Weise betreffen und die, anders als bei den anderen Themen, eben nicht einfach wieder rückgängig gemacht werden können. Deshalb tragen wir hier eine besondere Verantwortung.
Wir haben deshalb ein Fachgespräch mit der Deutschen Meteorologischen und der Deutschen Physikalischen Gesellschaft an den Anfang der Beratungen des Nachhaltigkeitsbeirats gestellt, die im September einen sehr dringlichen Klimaaufruf verabschiedet hatten, und zwar aufgrund eigener Messungen. Sie haben den dringenden Appell an die Politik gerichtet, alles dafür zu tun, dass sich der Klimawandel nicht weiter beschleunigt. Sie haben uns auch aufgezeigt, welche Folgen aus einem mittleren Szenario resultieren, also wenn wir so weitermachen wie bisher. Ich denke, wir sollten diese Warnungen sehr, sehr ernst nehmen.
Wir haben uns auch mit weiteren Themen in diesem Kontext beschäftigt: Wie kann ökologisches Bauen gelingen? Wie kann Stadtplanung gelingen, sodass Menschen von der Hitze weniger stark betroffen sind? Ich denke, wir werden in diesem Sinne auch weitermachen. Wir freuen uns auf die weiteren Vorschläge und Missionen der Bundesregierung und werden uns sehr gerne in die Beratungen einbringen. In diesem Sinne freue ich mich auf eine gute Zusammenarbeit.
Danke schön.