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90. Sitzung
Freitag, 10. Juli 202621. Wahlperiode, 90. Sitzung24 a) – Zweite und dritte Beratung des von den Fraktionen der CDU/CSU und SPD eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Abweichung von dem Anpassungsverfahren gemäß § 11 Absatz 4 des Abgeordnetengesetzes für das Jahr 2026 (Anpassungsverfahrensabweichungsgesetz 2026) — – Zweite und dritte Beratung des von den Abgeordneten Stephan Brandner, Fabian Jacobi, Peter Bohnhof, weiteren Abgeordneten und der Fraktion der AfD eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Streichung der automatischen Anpassung der Abgeordnetenentschädigung — – Zweite und dritte Beratung des von der Fraktion Die Linke eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Aussetzung des Anpassungsverfahrens gemäß § 11 Absatz 4 des Abgeordnetengesetzes für das Jahr 2026 (Anpassungsverfahrensaussetzungsgesetz 2026) — b) Zweite und dritte Beratung des von den Abgeordneten Stephan Brandner, Alexander Arpaschi, Marc Bernhard, weiteren Abgeordneten und der Fraktion der AfD eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Ermöglichung des Verzichts auf die Amtsbezüge durch Mitglieder der Bundesregierung und Parlamentarische Staatssekretäre — Änderung der Geschäftsordnung des Deutschen Bundestages — hier: Anwesenheitserfassung an Sitzungstagen
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Beifallbei der AfD

Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Liebe Bürgerinnen und Bürger! Es ist passiert: Alle Abgeordneten des Deutschen Bundestages haben im Monat Juli die automatische Diätenerhöhung überwiesen bekommen. Fast 500 Euro mehr; wir haben es gehört. Wir alle haben also genau die Erhöhung erhalten, über die seit Monaten diskutiert wird. Fast alle waren sich schon längst einig, dass die Erhöhung unpassend ist. Nur Union und SPD hatten kein Problem damit, 500 Euro mehr einzustreichen, während die Bürger draußen jeden Euro zweimal umdrehen müssen. Über entsprechende Anträge der Opposition wollten Sie im Ausschuss gar nicht reden; denn mit demokratischen Prozessen tun Sie sich schwer. Das merkten wir in den letzten Wochen. Erst als der Druck von der Straße und von uns, von der AfD, zu groß wurde, hat Schwarz-Rot eingelenkt.

Beifallbei der AfD

Aber es war zu spät. Alle Abgeordneten haben die Erhöhung erhalten.

Daher mussten Sie jetzt hier einen unnötig komplizierten Gesetzentwurf einbringen, damit diese Erhöhung im August wieder verrechnet wird. Dieser Entwurf war auch noch handwerklich schlecht gemacht.

War der zu kompliziert für Sie?

Ein gravierender Fehler – Herr Klüssendorf, fragen Sie mal Ihren Kollegen Fechner; der war in der Sitzung dabei – konnte nur korrigiert werden, weil die AfD rechtzeitig auf den Fehler hingewiesen hat.

Das war überhaupt kein gravierender Fehler!

Das hat er mir aber anders erzählt!

Mit der AfD wäre das nicht passiert, meine Damen und Herren.

Beifallbei der AfD

Wir haben schon vor über einem Jahr gefordert – und schon viele Jahre zuvor –: Schluss mit dem Automatismus! Keine heimlichen Gehaltserhöhungen mehr für Abgeordnete. Unser Gesetzentwurf ist eindeutig. Künftig darf es mehr Geld für Abgeordnete geben, aber nur noch, wenn der Bundestag offen darüber debattiert und ausdrücklich zustimmt. Das ist transparent, das ist ehrlich.

Beifallbei der AfD

Ja, und wir legen auch noch einen zweiten Entwurf vor – es ist schon angesprochen worden –: Er schafft die Möglichkeit, dass Mitglieder der Bundesregierung auf Teile ihrer Bezüge verzichten können; denn wer von den Bürgern ständig Opfer und Verzicht verlangt, muss bei sich selber anfangen. Sonst ist alles nur leeres Gerede.

Wie viel haben Sie denn gespendet von der letzten Diätenerhöhung?

– Ja, genau von Ihnen. –

Ja, wie viel haben Sie gespendet?

Die AfD will auch hier einen anderen Stil. Keine Selbstbedienung, sondern Anstand.

Zurufvon der SPD

Für die eigene Familie!

Wir bringen die Politik zurück zu den Menschen; denn wir sind Volksvertreter, und wir werden vom Volk bezahlt.

Stimmen Sie unseren Gesetzentwürfen zu, und zeigen Sie, dass Ihnen die Menschen am Herzen liegen und Sie Ihre Aufgabe ernst nehmen! Das sollten Sie wirklich mal beherzigen – gerade Sie, Herr Fechner.

Danke schön.

Beifallbei der AfD