Danke für Ihre Frage. – Dass das etwas mit den Wahlen zu tun hat, entnehme ich jeden Tag einigen Pressemitteilungen der FDP. Insofern glaube ich, dass man diese Fragestellung entspannt sehen kann.
Ich will eines deutlich sagen: Wir gehen sehr ernsthaft mit dem Thema Düngeverordnung um. Wer Landwirte ernst nimmt, ist ehrlich zu ihnen. Deshalb sage ich ganz klar: Wenn wir in Teilen ein Problem mit dem Grundwasser haben, dann kann man das, wie von der FDP häufig vorgeschlagen, ignorieren und kann auch ignorieren, was die EU-Kommission sagt. Man kann auch Ihren Vorschlag entgegennehmen – den ich nicht teile –, dass sich Deutschland verklagen lässt und bis zu 800 000 Euro am Tag zahlt. Das kann man auch machen. Ich glaube, das ist weder den Bauern noch den deutschen Steuerzahlern gegenüber verantwortungsvoll. Wir helfen den Landwirten, wie sie vor die Welle kommen, zum Beispiel mit Binnendifferenzierung. Ich würde mich freuen, wenn Sie das zum Beispiel auch bei Ihren Parteifreunden in Rheinland-Pfalz – FDP-geführtes Agrarministerium – durchsetzen würden. In Rheinland-Pfalz hat man sich nicht für die Binnendifferenzierung entschieden, um so dann verursachergerecht zu arbeiten. Insofern habe ich das durchgesetzt und auch mit der EU-Kommission geklärt, dass wir das verpflichtend vorschreiben können. Das ist ein Punkt.
Letzter Satz: Die beteiligten Ministerien haben ihre Zustimmung gegeben. Das will ich kurz noch sagen. Das ist, glaube ich, noch wichtig zur Beantwortung Ihrer Frage.