Herr Kollege, das ist eine unzulässige Schlussfolgerung. Wir hatten seinerzeit die Beträge aus der Soforthilfe auf die Überbrückungshilfen übertragen. Es ist nie davon ausgegangen worden, dass diese Beträge vollständig benötigt werden. Es wusste aber im April und im Mai und im Juni niemand, wie die wirtschaftliche Entwicklung im dritten und vierten Quartal sein wird und in welcher Größenordnung sich der Zuschussbedarf entwickelt. Deshalb ist es zunächst einmal eine gute Nachricht, dass weniger Geld abgeflossen ist, als ursprünglich von vielen befürchtet.
Im Übrigen habe ich gerade auch von Vertretern Ihrer Partei häufig den Vorwurf gehört, wir würden zu stark in die Marktwirtschaft eingreifen, indem wir alles mit staatlichen Hilfen und Unterstützungen bepflastern würden. Anschließend wird gesagt: Die Hilfen fließen nicht ab; wir geben zu wenig aus. – Das ist auch ein gewisser Widerspruch in der Sache; aber den können Sie ja vielleicht intern klären.
Herr Chrupalla.