Sehr geehrter Herr Abgeordneter, danke für Ihre Frage. – Man kann in einer Minute nur sehr, sehr wenig von der großen Agrarreform anreißen, die für sieben Jahre gelten wird.
Zunächst will ich festhalten: Wir haben etwas erreicht, das eine Grundvoraussetzung darstellt: dass trotz des Brexits, trotz des Verlusts eines großen Zahlers, nämlich Großbritanniens, der Finanzplafond auf gleicher Höhe geblieben ist, und das auch dank unserer Bundeskanzlerin, die bei den Vorverhandlungen genau dafür gesorgt hat.
Ein zweiter Punkt, den wir erreicht haben mit der Agrarreform, mit den Schlussfolgerungen des Rates in Brüssel: Das ist ein ganz klarer Systemwechsel. Wir kommen weg von der Auszahlung, gemessen an der Fläche, die rein prozessorientiert erfolgt; stattdessen werden wir die Bewirtschaftung auf den Flächen in den Blick nehmen und ergebnisorientiert agieren. Das heißt, dass die Konditionalität ab dem ersten Euro bei der Direktzahlung in der ersten Säule gilt. Zusätzlich haben wir verpflichtend eine ambitionierte Ökoregelung von 20 Prozent. Beides hatte die Kommission in ihrem Vorschlag nicht vorgelegt gehabt; das ist also ein großer Erfolg.
Ich sehe es jetzt rot blinken und werde Ihnen, weil Sie wahrscheinlich gerne noch mehr gehört hätten, den Rest dann schriftlich nachreichen, wenn Ihnen das recht ist.