Ich danke Ihnen, Herr Präsident. Ich weiß, wie schwierig es ist, wenn in diesen späten Abendstunden immer noch mal was Zusätzliches kommt.
Ich möchte aber die anderen informieren, was der Grund für die Absage war. In der Tat wollten wir anlässlich von zehn Jahren Fukushima einen Blick nach Japan werfen, um zu sehen, wie die Situation dort ist, und hatten uns auf ein Tableau gemeinsamer Sachverständiger geeinigt. Die AfD wollte eine eigene Sachverständige ernennen, nämlich Frau Thomas, von der Herr Kraft berichtet hat. Was er nicht ausgeführt hat: Diese Dame ist der Meinung, dass sich aus ihren wissenschaftlichen Forschungen ergibt, dass bei den Menschen, die von der Tschernobyl-Katastrophe betroffen waren, infolge der Strahlenexposition keine Schäden festzustellen sind, dass also ein atomarer GAU sozusagen sozial- und gesellschaftsverträglich ist. Und diese Botschaft wollte ich an einem Jahrestag von Fukushima aus dem Deutschen Bundestag heraus nicht senden.