Erst einmal danke, dass Sie diejenigen erwähnt haben, die jeden Tag – wirklich Tag und Nacht; so kann man es sagen – neben den Medizinern und den Krankenpflegerinnen und Krankenpflegern im Einsatz sind, und dass Sie darauf hingewiesen haben, welche ehrenamtlichen Organisationen wir hier auch haben, die uns mit ihrer Hilfe in dieser Pandemie zur Seite stehen. Das verdient es, außerordentlich gewürdigt zu werden. Bei den vielen Dingen, die wir zu kritisieren haben, geht das manchmal unter.
Zweitens. Der Bundesinnenminister hat heute im Kabinett vorgetragen über die Reform des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz. Ich glaube, dieses Bundesamt ist wichtig, und es ist richtig, dass es da ist; aber es hat ein Schattendasein geführt und seine Potenziale sozusagen nicht gelebt und gezeigt. Mit der Reform haben wir jetzt, glaube ich, ein sehr viel besseres Instrumentarium. Das wird auf vielen Ebenen, angefangen bei den Sirenenalarmen und Apps, die zu installieren sind, bis hin zu präventiven Fähigkeiten auch für mögliche zukünftige Pandemien, wichtig sein.
Ein Schlüsselpunkt ist für mich allerdings das, was wir im Zusammenhang mit der MPK immer wieder diskutieren: Es muss die Schnittstelle zwischen Länderverantwortung und Bundesverantwortung besser in den Blick genommen werden, und es muss an Strukturen angeknüpft werden, die wir zum Beispiel für die gemeinsame Terrorismusbekämpfung haben. Ständige, immer arbeitende, täglich zusammenkommende Taskforces oder Einheiten von Bund und Ländern, die sich mit diesen Fragen gemeinsam beschäftigen, damit auch eine gemeinsame Kultur des Durchlebens einer solchen Pandemie entsteht, das halte ich vielleicht für den wichtigsten Punkt in diesem Reformvorhaben für dieses Bundesamt.