Wissen Sie, wir haben heute in der ganzen Debatte sehr viel Nachdenklichkeit und Selbstkritik von meiner Fraktion, auch von mir persönlich, erlebt. Ich hätte mir nicht vorstellen können – ehrlich gesagt, schäme ich mich auch für die westliche Welt –, dass wir in so eine Situation geraten würden.
Aber bei den Linken müssen Sie eines natürlich sehen: Warum stimmen Sie denn heute nicht zu? Sie wollen doch den Einsatz der Bundeswehr. Sie wollen, dass Menschen gerettet werden. Sie stimmen nur aus einem einzigen Grund nicht zu: damit Sie im Wahlkampf Ihre Anti-Bundeswehr-Propaganda aufrechterhalten können,
damit Sie auftreten und sagen können, Sie hätten jeden einzelnen Einsatz der Bundeswehr abgelehnt. Um das nicht zu beflecken und um dieses Argument zu haben, stimmen Sie heute der Rettung von deutschen Staatsbürgern aus dem Ausland nicht zu.
Ich sage Ihnen: Auch ich gehe heute in meinen Wahlkreis zurück. Ich werde Wahlkampf machen. Ich werde dafür kämpfen, dass Rot-Rot-Grün in Deutschland nicht möglich sein wird.
Ich habe heute auch Folgendes als bedenklich empfunden: Die SPD, Herr Mützenich, hat zumindest das Verhalten der Linken kritisiert. Aber von Frau Baerbock ist in dieser ganzen heutigen Debatte kein einziger Satz zum Verhalten der Linken gekommen. Und wenn man in Deutschland mit der Option spielt, mit den Linken eine Regierung zu bilden, dann muss man Regierungsverantwortung auch ernst nehmen.
Und ernst nehmen würde heute heißen, zuzustimmen.
Ich bedanke mich bei allen, die heute Regierungsverantwortung ernst nehmen und diesem Mandat zustimmen.
Herzlichen Dank.