Sehr geehrter Herr Dobrindt, vielen Dank, dass Sie die Zwischenfrage zulassen. – Ich muss die Frage, die sich uns bei allen Reden, die Sie halten, insbesondere mit Blick auf die Flüchtlingspolitik, immer und immer wieder stellt, einmal an Sie richten: Merken Sie eigentlich irgendetwas? Ich meine: Sie fordern Grenzschutz, Sie fordern Abschiebung, Sie fordern Sachleistungen statt Geldleistungen, Sie fordern alles das, was wir in der letzten Legislaturperiode durchgehend von Ihnen gefordert haben, als Sie an der Regierung waren und es hätten umsetzen können. Da haben Sie das alles abgelehnt und das Gegenteil getan. Jetzt sitzen Sie machtlos in der Opposition und machen Wahlkampfgetöse, vor Landtagswahlen immer noch mehr als sonst.
Verstehen Sie, dass die Menschen Ihnen gar nichts mehr glauben, es vollkommen lächerlich ist, wenn die CDU/CSU ankommt und ein hartes Grenzregime fordert, ein hartes Vorgehen gegen illegale Migration fordert, einen konsequenten Grenzschutz fordert, alles das, was Sie hätten machen können, aber nie gemacht haben? Die ganzen Probleme, die dieses Land jetzt hat, sind deswegen in diesem Ausmaß entstanden, weil Sie 2015 die Grenzen nicht geschützt haben.
Ich weiß, Sie hören das ungern; aber es wäre unglaublich glaubwürdig, wenn Sie sich einmal hinstellen würden – und jetzt wäre vielleicht ein guter Moment – und sich vor der Republik für das Versagen Ihrer Regierungszeit, insbesondere seit 2015, entschuldigen würden, –