Danke, dass Sie die Zwischenfrage erlauben, lieber Herr Kollege Schwarz. – Jetzt möchte ich Ihrer Erinnerung mal ein bisschen auf die Sprünge helfen, unabhängig von dem, was auf diesem Zettel steht. Ich möchte Sie daran erinnern, dass es zwischen 2009 und 2013 einen bemerkenswerten Kahlschlag bei der Bundeswehr gegeben hat. Die SPD hat damals übrigens nicht regiert.
8 Milliarden Euro wurden damals weggekürzt. Kollegen haben vorhin schon darauf hingewiesen, was dabei unwiederbringlich mit Schaden eingestampft worden ist. Aber es war das einzige Mal, dass 8 Milliarden Euro – unter Karl-Theodor zu Guttenberg, mit dessen Zustimmung sogar – weggestrichen worden sind.
Dann kam die zweite Große Koalition. In der zweiten Großen Koalition wurde mit Unterstützung der Sozialdemokraten der Verteidigungsetat gestärkt, und zwar bis 2017, solange wir einen Finanzminister Wolfgang Schäuble hatten, auf die Summe von ungefähr 37 Milliarden Euro pro Jahr.
Und wissen Sie,
wie groß der Verteidigungsetat nach vier Jahren Finanzminister Olaf Scholz war?
50 Milliarden Euro pro Jahr.
Das war ein Plus von 13 Milliarden Euro in den Jahren mit einem Finanzminister Olaf Scholz. Und jetzt fände ich es angemessen, wenn Sie sich für Ihre falsche Bemerkung gerade in Ihrer Rede öffentlich entschuldigen würden.