Sehr geehrte Frau Abgeordnete Bär, Sie weisen zu Recht darauf hin, dass es im Bereich der Prostitution schwierige Bedingungen gibt, dass es dort Ausbeutung gibt, dass es dort Gewalt gibt, dass es dort auch Kriminalität gibt. Richtig ist aber auch, dass es darauf eben keine einfachen Antworten gibt. Deswegen hat ja die vorherige Bundesregierung das Gesetz angepasst, sich aber gleichzeitig ausbedungen, eine Evaluation zu machen. Genau dem folgen wir; wir werden vernünftigerweise auf die Ergebnisse der Evaluation warten.
Dieses Thema ist ja keines, das sozusagen in den letzten Jahren entstanden ist, sondern das Thema Prostitution ist eines, das uns quasi seit Beginn der Menschheit begleitet. Es gibt verschiedenste Varianten, damit umzugehen. Wir sind dabei, beispielsweise die Strategie gegen Menschenhandel zu intensivieren. Wir müssen im Vollzug besser werden. Da gibt es eine ganze Menge Dinge zu tun.
Ich sehe keinen Grund, das Gesetz aktuell zu ändern. Aber ich sehe viele Gründe dafür, es auf einer vernünftigen Grundlage zu tun, also entsprechend der Evaluation 2025.