Lieber Kollege Wollmann, danke, dass Sie die Frage zulassen. So bekomme ich noch ein bisschen Zeit, Ihre Fragen zu klären. – Wir haben seit bestimmt fünfzehn Jahren, immer wieder upgedatet, ein Finanzierungskonzept für den Gesundheits- und Pflegebereich vorgelegt.
Das würde beinhalten, dass alle Menschen in eine Kasse einzahlen – das nennt sich „solidarische Gesundheitsversicherung“; dann wäre mehr als genug Geld da, – unter anderem übrigens auch von Politikerinnen und Politikern, Mandatsträgerinnen und Mandatsträgern, aber auch Beamten.
Wenn wir das machen würden, wäre Geld für die Finanzierung des Gesundheitswesens und der Krankenhäuser da.
Sie wehren sich dagegen. Sie haben das nicht durchgeführt, auch wenn Sie das manchmal vor den Wahlen behaupten: Vor der nächsten Wahl wieder.
Die Frage an Sie: Was behauptet denn Karl Lauterbach, was er statt der Fallpauschalen einführen würde?
Er wird bei den Fallpauschalen bleiben – das hat er am Anfang anders gesagt, behauptet das aber mittlerweile selbst nicht mehr –; denn 40 Prozent der Finanzierung wird weiter über die Fallpauschalen gewährleistet. Den Rest nennt er zwar „Vorhaltekosten“, das sind aber nichts anderes als nachgelagerte Fallpauschalen – von Fällen, die in Jahren zuvor in den Krankenhäusern gemacht wurden.