Danke, Frau Präsidentin. – Herr Kollege Hümpfer, ich möchte kurz auf Ihren Einwand eingehen, dass ein Weiterbetrieb der Kernkraftwerke nichts gebracht hätte. Ich stelle fest, dass die Kernkraftwerke in Deutschland im Jahr 2022 laut Energy-Charts – vom Fraunhofer-Institut betrieben – noch 32,8 Terawattstunden an Strom bereitgestellt haben. Im darauffolgenden Jahr, 2023, als der Gaspreis extrem hoch war, wie das Diagramm vom Kollegen Kruse uns gezeigt hat – es sah aus der Entfernung genauso aus wie das Gaspreisdiagramm, das ich auch kenne –, wurden 44 Terawattstunden Gas verbrannt, nur und ausschließlich zur Erzeugung von Strom. Wir reden noch nicht über den Verbrauch in chemischen Anlagen, wir reden noch nicht über die Erzeugung von Wärme. Wir reden nur und ausschließlich über die Verbrennung von extrem teurem Gas im Jahr 2023 zur Erzeugung von Strom.
Wenn man auch nur die drei verbliebenen Kernkraftwerke – von den weiteren wollen wir erst gar nicht reden – mit ihrem Potenzial von über 30 Terawattstunden am Netz gelassen hätte – das wäre laut der nun bekannten Äußerungen der Kernkraftwerkbetreiber möglich gewesen –, wenn man diesen Strom in 2023 also weiter aus Kernkraft erzeugt hätte, dann hätte man signifikante Mengen an Terawattstunden durch Gasverbrennung einsparen können. Würden Sie darin nicht mit mir übereinstimmen? Das wären Milliardeneinsparungen für die Verbraucher in Deutschland gewesen; sie sind natürlich von der Bundesregierung ordentlich mit Steuerzahlergeld ausgestattet worden. Verstößt diese wirkliche Verschwendung von Milliarden Euro an Steuerzahlergeld nicht gegen den Eid, den man da unter dieser wunderschönen Fahne leistet?