Gerne. Aber die Redezeit schlagen Sie bitte drauf. Danke schön.
Gut. Machen wir also weiter. Um mit den Wählern zu sprechen: Die Präsidentin hat eben gesagt, die Redezeit, die mir durch ihre Intervention genommen wurde, wird mir nicht gegeben; auch das spricht für die demokratische Mitte hier im Hohen Hause.
Aber kommen wir zu Einstein – mit der Erlaubnis der Präsidentin darf ich den hoffentlich noch zitieren – und zur FDP: Es ist Wahnsinn, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten, meine Damen und Herren. Auf die Wähler und die Bundestagswahl übertragen, heißt das: Immer das Gleiche zu wählen – ob es nun Union heißt, SPD oder FDP – und eine andere Politik zu erwarten, die dann tatsächlich den Bürger in den Mittelpunkt des Handelns stellt, darf man dann wohl auch Wahnsinn nennen, liebe Damen und Herren.
Aber kommen wir zu den Fakten zurück. Sie, sehr geehrte Damen und Herren von der FDP, haben gestern den Antrag, den wir hier bereits 2020 gestellt hatten, endlich den Tarif auf Rädern einzuführen, von der Tagesordnung genommen. Das ist tatsächlich – Frau Beck hat hier mit Nebelkerzen gearbeitet – geboten. Denn wir, liebe Bürgerinnen und Bürger, sind verpflichtet, Ihr Existenzminimum steuerlich freizustellen – das ist verfassungsrechtlich geboten;
dazu gibt es ein Urteil –, Sie so zu entlasten, dass die Inflation Ihren Mehrlohn, Ihr Mehrgehalt nicht auffrisst. Das ist kein Almosen, das ist keine Großzügigkeit der Damen und Herren hier, das ist gesetzliche Verpflichtung – ein Wort, das wir alle vergessen haben.
Kommen wir zum nächsten Punkt. Wir haben vorgeschlagen, die Pendler – die Menschen, die über die kaputten Straßen und die zusammenbrechenden Brücken zur Arbeit fahren – durch eine Erhöhung der sogenannten Entfernungspauschale zu entlasten. Seit mehr als zehn Jahren sind die meisten Pendler – diejenigen, die unter 21 Kilometer fahren – nicht entlastet worden. Die Grünen und die SPD zum Beispiel wollen das gar nicht – die Pendler sollen lieber mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, selbst dann, wenn Sie irgendwo auf dem Land wohnen. Auch diesen Antrag hat die große FDP, die sich hier gerade so rühmt, dass sie für die Arbeitnehmer da sei, gestern mal eben von der Platte gefegt.
Dann kommen wir zum nächsten Antrag, den Sie einfach von der Tagesordnung genommen haben, nämlich den zur Erhöhung des Grundfreibetrags. Dagegen ist das, was Sie gerade gefordert haben, eigentlich lächerlich. Wir haben schon vor einem halben Jahr gefordert, dass der Grundfreibetrag für jede Bürgerin und jeden Bürger auf 15 000 Euro erhöht wird. Der Grundfreibetrag, das ist das Geld, das nicht über die Steuer von den Menschen mit den klebrigen Händen, genannt SPD, angefasst werden kann. 15 000 Euro Steuerfreibetrag für jeden! Und damit sind Sie schon Lügen gestraft, Herr Schrodi. Sie haben hier glattweg Märchen erzählt.
Natürlich, Ihre Blockflöten, das Leibniz-Institut – den Titel habe ich mir sogar aufgeschrieben – hat 2024 600 Millionen Euro aus dem Haushalt bekommen. Wie finden es eigentlich die Bürger, wenn ein Institut von ihren Steuern 600 Millionen Euro bekommt? Glauben sie, dass die dann mit der einzigen Oppositionspartei hier im Deutschen Bundestag objektiv,
redlich umgehen?
Fakt ist: 40 000 Euro, bei einem Grundfreibetrag von 14 000 Euro, wie wir ihn vorschlagen, erhalten zwei Menschen, die mit zwei Kindern einen Haushalt bilden, 1 452 Euro mehr. Meine Damen und Herren, das ist AfD.
Was auf besagtem Papier steht, ist schlichtweg gelogen, das Papier ist wissenschaftlich und inhaltlich komplett falsch.
Das hat sogar die FDP gemerkt und ist da auch entsprechend in die Intervention gegangen.
– Hören Sie auf! Das will keiner mehr hören.
Gehen wir weiter. Seit 2019 fordert meine Fraktion – das steht übrigens auch im Wahlprogramm der CDU und auch im Wahlprogramm der FDP – die Befreiung, die endgültige Abschaffung des Solidaritätszuschlags. Und 2019 haben Sie, meine Damen und Herren von der Union, auch noch regiert, und zwar mit den Schuldenkünstlern der Sozialdemokraten. Dann kommt eine FDP, die den Solidaritätszuschlag abschaffen wollte, zum ersten Mal seit 2013 wieder in die Regierung, „vergisst“ dies aber. Auch Sie haben große Gedächtnislücken, Herr Vogel. Deshalb werden die Wählerinnen und Wähler auf diese Tricks nicht wieder hereinfallen. Sie kommen nicht mehr in dieses Parlament, meine Damen und Herren.
Kommen wir zum nächsten Posten, den Sie einfach mal so abgewürgt haben. Sie meinen es angeblich alle so gut mit den Rentnern. Meine Kollegin Gerrit Huy und die Kollegen von Arbeit und Soziales haben einen Steuerfreibetrag von 12 000 Euro für Rentner gefordert – das wäre tatsächlich eine Aktivierung der sogenannten fehlenden Fachkräfte –, wenn Rentner einen Hinzuverdienst haben. Meine Damen und Herren auf den Tribünen, ich darf Ihnen sagen: Die ach so demokratische Mitte aus Union, FDP, Grünen und SPD hat auch diesen Antrag – natürlich – abgelehnt. So stehen Sie da oben, die Wähler, bei der Nichtwahl im Mittelpunkt, nämlich gar nicht. Es geht hier um ganz andere Belange.
Herr Schrodi, ich gebe Ihnen gerne Beispiele, wie wir unsere Forderungen gegenfinanzieren können. Sie verpulvern 31 Milliarden Euro – demnächst 38 Milliarden Euro – für eine dysfunktionale EU, die für den größten Bürokratiewahnsinn hier in Deutschland mitverantwortlich ist.
Sie subventionieren mit dem Geld der fleißigen Menschen in Deutschland die da oben. Sie zahlen 11 Milliarden Euro in den Entwicklungshaushalt ein. Fahrradwege in Peru waren da nur ein spitzes Beispiel. Sie haben nur Geld für andere, aber nicht für die Menschen, die hier hart arbeiten,
Und das ändert die AfD. Davor, meine Damen und Herren, haben hier so viele Angst. Ihr linkes demokratisches Deutschland, Ihre inszenierte Demonstration vor der CDU-Parteizentrale – Pro Asyl war da, wahrscheinlich auch wieder ein paar Kollegen vom DGB – –