Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Besucher! Dieses Selbstbestimmungsgesetz ist nichts anderes als ein Symbol für Dekadenz, für Realitätsverweigerung, ideologisierte Politik
und zeigt einmal mehr, wie sich eine Regierung von einer winzigen Minderheit in unserer Gesellschaft zum Narren halten lässt.
Dieses Gesetz entfernt sich von wissenschaftlichen Grunderkenntnissen der Biologie, die Ihnen ja alle sicherlich bekannt sein sollten; denn ohne eine körperliche Veränderung ist es doch nichts anderes als eine Maskerade. Der Mensch bleibt biologisch männlich oder weiblich, und er kann lediglich in diesem Wünsch-dir-Deutschland seiner Geschlechterrolle entfliehen. Aber dafür brauchen wir keine Gesetze.
Meine Damen und Herren, es spricht übrigens Bände, dass nach einem jahrhundertelang existierenden Patriarchat, das wir lange überwunden hatten, seit 2015 dieses mittelalterliche Patriarchat hier in Deutschland wieder Einzug hält und Sie jetzt auch noch hingehen und durch dieses Selbstbestimmungsgesetz die Schutzräume der Frauen freigeben.
Frauen werden durch Ihr Gesetz indirekt Freiwild.
Meine lieben Damen und Herren, ich frage mich bei dieser Diskussion um das Selbstbestimmungsgesetz eigentlich immer wieder, warum die politische Linke sich auch noch darüber freut, dass im Prinzip ihr ausgerufenes Ziel der Frauenquote damit ja eigentlich auch ad absurdum geführt wird.
Meine Damen und Herren, wie ist es eigentlich um das Thema „Hebe- oder Pädophilie“ bestellt?
Auf den Tribünen sitzen dankenswerterweise viele junge Menschen. Ich frage die Mädels unter euch: Wie findet ihr das, wenn ihr ins Schwimmbad geht und euch duscht und wenn auf einmal nackte Männer in der Dusche auftauchen
und sagen, sie hätten ihr Geschlecht gewechselt und seien nun Frauen?
Vor euch in der Dusche stehen Männer, die sich vor euch entblößen.
Wie ist das wohl für euch?
Haben Sie Ihre Kinder oder Enkel mal gefragt, wie sie das sehen? In meinen Augen ist das pervers.
Wir werden diejenigen sein, die unsere Kinder vor genau solchen Entwicklungen in unserer Gesellschaft schützen.
Mein Kollege Martin Reichardt hat ja schon ausgeführt zur Ihrem linken Aufschrei über Marla-Svenja Liebich.
Frau Kollegin, es gibt eine Zwischenfrage aus der Fraktion der Grünen.
Ja, bitte. Es ist mir egal, von woher.
– Genau, das muss noch vorgesagt werden von der Nachbarkollegin, ne?
Vielen Dank, Frau Präsidentin. – Ich habe eine Zwischenfrage. Ich möchte zu den Ausführungen, die ziemlich absurd sind, einmal klarstellen, dass im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens bundesweit alle Frauenorganisationen Deutschlands, auch die Frauenhäuser und ihre Dachorganisationen, zum Selbstbestimmungsgesetz und zu den Vorwürfen, die Sie gerade ins Feld führen, klare Stellungnahmen abgegeben haben. Seit Jahrzehnten regeln Frauenhäuser und Organisationen, die sich mit der Geschlechterfrage befassen, den individuellen Schutz für alle. Das, was Sie gerade vortragen, klingt so, als wäre das nicht der Fall gewesen. Sie müssen zur Kenntnis nehmen, dass alle Dachorganisationen der Frauenhäuser und alle, die mit dem Thema „Gewalt gegen Frauen“ zu tun haben, eine positive Stellungnahme abgegeben haben.
Ich habe eine Frage an Sie. Nach dem, was ich gesehen habe, sind Sie Mutter eines Kindes. Wenn Ihr Kind zu Ihnen kommt und sagt: „Ich habe festgestellt, dass ich nicht in dem Geschlecht lebe, das ich bin“,
dann würde ich sehr gerne von Ihnen wissen, was Sie Ihrem Kind antworten.
Sehr geehrte Frau Kollegin, zuerst zu Ihren ewig langen Ausführungen
mit einer netten Frage am Ende: Wir reden hier über die Gefahren, denen Kinder ausgesetzt werden,
weil man gemäß dem Selbstbestimmungsgesetz ab 14 Jahren sein Geschlecht ändern kann, alleine per Sprechakt.
Sie als Linke – so ordne ich Sie jetzt mal ein – beschweren sich über den Fall Marla-Svenja Liebich wegen angeblichen Missbrauchs, wie die Kollegin von der SPD gesagt hat. Und Sie wollen mir jetzt erzählen, es gebe keinen Missbrauch? Angesichts des Beispiels, das ich genannt habe,
wollen Sie mir erzählen, es werde keine Männer mit pädophilen Neigungen geben, die das missbrauchen und sich junge Mädchen beim Duschen angucken werden?
Das wollen Sie mir erzählen? Das glaube ich kaum.
– Ich habe die Frage beantwortet.
Sie dürfen sich wieder setzen. Vielen Dank.
Frau Präsidentin, ich würde zu Ende ausführen. Meine Damen und Herren, die Einzigen, die unsere Kinder und Frauen in diesem Land wirklich schützen wollen, sind meine Fraktion und meine Partei.
Die AfD wird sich dafür einsetzen, dass Frauen in diesem Land wieder sicher und vor allem auch frei leben können.
Herzlichen Dank.
Eine kleine Anmerkung habe ich, Frau Kollegin: Wir debattieren miteinander und untereinander. Wir freuen uns über viele Zuhörerinnen und Zuhörer hier auf den Rängen; aber wir sprechen sie in unseren Reden nicht direkt an.
Der nächste und abschließende Redner in dieser Debatte ist Falko Droßmann für die SPD-Fraktion.