Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Als Erstes einmal: Herzlichen Glückwunsch allen ausgezeichneten Verlagen! Denn Sie, die Verlagsvertreterinnen und Verlagsvertreter, machen eine ganz hervorragende Arbeit in Ihrem Bereich. Sie zeigen das breite Spektrum und die Vielfalt unserer Verlagslandschaft.
Das ist ganz großartig, und das wird auch weiter unsere Unterstützung erfahren.
Und dann kommt die AfD daher und entdeckt, dass viele Verlage sich aktiv für unsere Demokratie einsetzen, dass sie gegen Faschismus, dass sie gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit arbeiten. Schließlich macht die AfD noch ein paar Publikationen aus, die ihr nicht gefallen, unter anderem eine Broschüre, die ihr besonders ein Dorn im Auge ist: „Tipps & Tricks für Antifas und Antiras“.
So was bringt Ihr Blut in Wallung; das ist mir schon klar.
Und nun wird ein Bild gezeichnet – das geht recht schnell –: In vermeintlich investigativen Recherchen wird ein Skandal aufgedeckt. Nein, kein Skandal, möglicherweise sogar eine ausgemachte Verschwörung wird aufgedeckt. Da gibt es nämlich offensichtlich einen linksradikalen Staatsminister.
Und dieser linksradikale Staatsminister ist in einem völlig intransparenten Verfahren gemeinsam mit einer linksradikalen Kurt Wolff Stiftung und einem freilich sowieso linksradikalen Börsenverein des Deutschen Buchhandels dabei,
eine linksradikale Jury einzusetzen, um linksradikale Verlage auszuzeichnen.
Und die Erde ist eine Scheibe.
Liebe Kolleginnen und Kollegen von der AfD, hören Sie sich eigentlich selber mal zu bei dem, was Sie sagen? Nein, lassen Sie das! Ersparen Sie uns in Zukunft solche Anträge. Dann und nur dann würden Sie zum ersten Mal etwas Konstruktives zum deutschen Parlamentarismus beitragen.
Herzlichen Dank.
Für die CDU/CSU-Fraktion hat als letzter Redner das Wort der Abgeordnete Pascal Reddig.