Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Vor 80 Jahren erklärte der damalige US-Präsident Harry S. Truman: Darum haben wir hier beschlossen, dass Macht und Stärke nicht zum Führen von Kriegen, sondern zur Bewahrung des Friedens eingesetzt werden sollen. – Das war der Anspruch, mit dem die Vereinten Nationen gegründet wurden: Macht und Stärke zur Wahrung des Friedens einzusetzen – Macht und Stärke aber nicht losgelöst von Diplomatie, sondern in einer Organisation, beruhend auf dem internationalen Recht und ausgelegt auf Dialog zwischen souveränen Staaten. Macht und Stärke sind nicht die Gefahr für den Frieden, sondern Macht und Stärke, gepaart mit Diplomatie und Recht, sind die Sicherung des Friedens. Das gilt auch heute, meine sehr verehrten Damen und Herren.
In einer Welt, die weit davon entfernt ist, eine friedliche zu sein, müssen wir leider feststellen: Die Vereinten Nationen haben das Grundübel des Krieges nicht überwinden können. Denn unsere Welt ist nicht perfekt, und; ja, die Vereinten Nationen sind es auch nicht. Aber eine Welt ohne die UN wäre eine schlechtere Welt. Und genau deshalb gilt es, die Vereinten Nationen nicht schlechtzureden, Frau von Storch, sondern besser zu machen. Das ist das Ziel, für das wir einstehen.
Das gilt für die Strukturen, für die Repräsentation; es ist vieles Richtige gesagt worden. Das gilt aber auch für uns Europäer, wenn es darum geht, uns zu fragen, wie wir dort handeln. Denn wirkliches geopolitisches Gewicht im Auftrag und im Sinne des Friedens haben wir auch dort nur, wenn wir möglichst mit einer Stimme sprechen. Das, was wir uns unter anderem mit Frankreich im Aachener Vertrag versprochen haben, nämlich, wenn immer möglich, gemeinsam zu handeln, muss das Leitmotiv von uns Europäern in den Vereinten Nationen sein. Dafür sorgen wir.
Deshalb stehen wir gemeinsam als Europäerinnen und Europäer für den Frieden in den Vereinten Nationen.
Vielen Dank. – Für eine Kurzintervention erteile ich das Wort dem Abgeordneten Ebenberger.