Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Vermutlich zum ersten Mal finden sich die Linken heute in der Rolle des gestrigen Reaktionärs. Denn Ihre Obsession mit der Regenbogenlobby und sogenannter Queerness ist gewissermaßen out, und das sogar ganz wörtlich.
Wie das Zentrum für Heterodoxe Sozialstudien der Universität Buckingham in einer jüngsten Studie zeigt, ist die Anzahl von Jugendlichen, die sich als trans oder queer identifizieren, im freien Fall. Auch die Jugend strebt nach dem Selbsterhalt und nach dem, was man objektiv ist, nicht nach dem, was man sich einbildet zu sein.
Ein Beispiel, wohin Wokeismus führen kann, zeigt der Fall Mario O., auch bekannt als Jurassica Parka. Dieser bereits 2023 für den Besitz von Kinderpornografie verurteilte Pädophile arbeitete als Dragqueen ja unter anderem mit Ihrem Lieblingsclown des Öffentlich-Rechtlichen zusammen. Gemeint ist natürlich Jan Böhmermann, der in seinem Format die Normalisierung sogenannter Dragqueens propagiert,
wie sein abgabenfinanzierter Arbeitgeber auch. Und wie allein dieses Beispiel zeigt, entlarven sich in obszöner Weise als Frauen verkleidete Männer oft als Perverse, und davon haben die allermeisten Mitbürger die Schnauze voll.
Die verrückten Ideen der woken Ära werden wieder in ihre Echokammern zurückgetragen und die dazugehörigen Verrückten aus den Parlamenten auch.
Selbst das völlig wahnsinnige Selbstbestimmungsgesetz hierzulande wurde nicht zuletzt von Marla-Svenja Liebich ad absurdum geführt.
Aber um was geht es Ihnen eigentlich? Sie versuchen mit diesem Antrag, Ihren Regenbogen-NGOs die Staatsgelder zu sichern. Posten schaffen und Staatsressourcen nutzen, nur darum geht es Ihnen.
Die Verweise auf die Gefahrenlage queerer Menschen ist natürlich auch blanker Hohn. Sie wissen ganz genau, dass die von Ihnen mitgetragene Politik offener Grenzen und unbeschränkter Migration zu kulturellen Konflikten geführt hat, die sich auch hier entfalten. Man kann keine pluralistische Utopie probieren, wohl wissend, dass das Zusammenleben fundamental neu ausgehandelt werden muss, und sich dann darüber wundern, dass insbesondere diese extrem westliche Art der Freizügigkeit für Entsetzen sorgt.
Was Sie hier als Queerfeindlichkeit markieren, ist doch insgesamt nur die Ablehnung ihrer gesellschaftszersetzenden Agenda. Die Leute haben genug vom Regenbogen.
Aber das ist Ihnen natürlich egal. Dieses Verhalten offenbart ohnehin Ihr spezielles Verständnis von Demokratie und Menschenrechten. Sie gehen nämlich nicht von der Volkssouveränität und bewahrenswerten Normen aus, die unsere innere Ordnung überhaupt erst möglich machen. Im Gegenteil: Für Sie ist Demokratie ein dialektisches Spiel zwischen Lobbygruppen und Straßenaktivisten auf der einen Seite und parlamentarischen Aktivisten auf der anderen Seite. Am Ende dieses Prozesses steht dann Ihre Vision einer bis zur Geschlechtslosigkeit emanzipierten Menschheit. Gott bewahre!
Dass Sie ihr revolutionäres Subjekt dabei ausgerechnet bei Leuten verorten, die Karl Marx selbst einst als Lumpenproletariat bezeichnete, sagt alles über den heutigen Zustand der Linken aus.
Nichtsdestotrotz kann der Kulturterror, den Sie mit diesem Antrag aufrechterhalten wollen, nicht ewig zur Last der Gesellschaft fortgeführt werden. Woke ist vorbei, meine Damen und Herren!
Bevor hierzulande mehr Polizei zur Sicherung irgendwelcher bunten Partys beansprucht wird,
müssen erst mal unsere Grenzen gesichert und muss gegen Gefährder im Inland vorgegangen werden.
Und ich sage es noch deutlicher: Solange hierzulande Weihnachtsmärkte nicht mehr stattfinden können, müssen Ihre Regenbogenvereine hintenanstehen.
Wir lehnen Ihren Antrag aus vollster Überzeugung ab.
Vielen Dank.
Der nächste Redner in dieser Debatte ist Helge Lindh für die SPD-Fraktion.