Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Die Grünen fordern mit ihrer Aktuellen Stunde mehr: mehr Klimapolitik, mehr Ideologie, mehr Planwirtschaft. Es reicht ihnen nicht, dass die CDU funktionsfähige Kernkraftwerke sprengt. Es reicht ihnen nicht, dass Klimakanzler Merz in Fernsehsendungen öffentlich ankündigt, dass er das Leben von allen Bürgern in Deutschland durch die CO2-Bepreisung massiv teurer macht. Und es reicht ihnen genauso wenig, dass die schwarz-rote Regierung beim aktuellen Klimahysteriegipfel in Belém unverändert auf dem grünen Deindustrialisierungskurs bleibt.
Was aufs Neue zeigt: Wer schwarz wählt, der bekommt in Wirklichkeit Grün.
Reichen tut das unseren Klimapriestern trotzdem nicht; denn für die Grünen gibt es eine Agenda, die über allem anderen steht: Netto-Null, koste es, was es wolle. Alles für die Dekarbonisierung und damit gleichzeitig auch alles für die Deindustrialisierung unseres großartigen Landes!
Nur wir, die AfD, geben 99 Prozent für Deutschland. 100 Prozent hat man uns ja leider verboten.
Wenn einem, wie uns, das eigene Land wirklich am Herzen liegt, dann genügt schon das kleine Einmaleins der Klimapolitik, um zu erkennen, dass die Zwangsmaßnahmen und die gigantische Planwirtschaft, die zur Einsparung von CO2 errichtet wird, unserem Land massiven Schaden zufügt. Der Anteil Deutschlands am anthropogenen CO2 liegt bei weniger als 2 Prozent. Die Deutsche Industrie- und Handelskammer rechnet mit Kosten für die EU-Klimapolitik bis 2040 von über 3 Billionen Euro: all das mit dem einzigen Anliegen, CO2 zu sparen.
Dem vielzitierten wissenschaftlichen Konsens zum Klimawandel schließt sich die AfD-Fraktion im Übrigen an; denn dieser besagt lediglich, dass es einen Klimawandel gibt, und das – das haben wir auch hier schon mehrfach bestätigt – sehen wir selbstverständlich genauso.
Dass dieser jedoch maßgeblich auf CO2 zurückzuführen sei, das ist hoch umstritten, und genau das ist auch der Punkt,
an dem Ihre Klimapolitik sektenartige, religiöse Züge entwickelt.
Ein Glück, dass immer mehr Menschen auf der ganzen Welt erkennen, dass uns der Ökosozialismus nicht in die Erlösung, sondern in die moderne Versklavung führt.
Meine Damen und Herren, werte Eurosozialisten, Ihre Klimamesse ist gelesen.
Es ist allerhöchste Zeit, dass auch wir in Deutschland Staat und Religion wieder voneinander trennen.
Als Verfechter dieser zweiten großen Aufklärung in unserer westlichen Religionsgeschichte ist es für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir als zukünftige AfD-Regierung,
wie es die USA Anfang dieses Jahres vorgemacht haben, aus dem Pariser Klimaabkommen austreten werden.
Und genauso, wie die USA CO2 gerade von der Liste der Schadstoffe streichen, ist es für uns selbstverständlich, sämtliche Zwangssysteme zur CO2-Bepreisung sowie alle nationalen Gesetze und Verordnungen dieser Art ersatzlos abzuschaffen.
Ganz herzlichen Dank.
Herr Abgeordneter Fehre, es war Ihre erste Rede im Hohen Haus. Ich gratuliere Ihnen dazu.
Die nächste Rede hält Dr. Nina Scheer für die SPD-Fraktion.