Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geehrter Herr Minister! Sehr geehrte Damen und Herren! Auch der Agrarhaushalt 2026 ist von der Rentendebatte geprägt; denn wir reden in Wahrheit über einen Sozialhaushalt für eine völlig ausgezehrte Berufsgruppe.
Allein 60 Prozent des gesamten Agrarhaushaltes fließen in die soziale Absicherung der Landwirte. Das klingt für Außenstehende vielleicht nach Fürsorge. Tatsächlich ist es ein Armutszeugnis.
Dieses System steht nur noch mit milliardenschweren Zuschüssen, weil Sie es zugelassen haben, dass Zigtausende Höfe in den letzten 35 Jahren aufgeben mussten. Weniger Höfe, das bedeutet weniger Beitragszahler, und das Ergebnis ist fatal. Ein einziger Beitragszahler schultert heute die Last von drei Rentnern in der landwirtschaftlichen Alterskasse.
Und dann kommen wir zu den Renten selbst. Ein Landwirt erhält im Schnitt 514 Euro, seine Ehefrau, sein Ehemann sogar 308 Euro, zusammen 822 Euro nach einem Arbeitsleben von 40 oder 50 Jahren. Das, meine Damen und Herren, ist nicht nur ein Skandal, das ist der moralische Totalschaden dieser Regierung.
Die Menschen, die dieses Land aufgebaut haben, werden geschröpft, während diejenigen, die nie eingezahlt haben, großzügig alimentiert werden. Das ist das Grundproblem dieses Landes.
Und während wir hier debattieren, werden am 18. Dezember wieder einmal unsere Bauern nach Brüssel fahren, um gegen genau die Agrarpolitik zu protestieren, die die Berliner Regierung mitträgt: gegen Mercosur, gegen ungerechte Wettbewerbsbedingungen, gegen die Vernichtung unserer heimischen Landwirtschaft.
Unsere Bauern fahren nach Brüssel, weil sie es einfach satthaben.
Wir als AfD sagen klar. Wir stehen an der Seite derjenigen, die arbeiten, nicht derer, die sich ausruhen. Leistung schafft Wachstum. Wachstum schafft Wohlstand. Und diesen Wohlstand wird es nur mit einer AfD-geführten Regierung wieder geben.
Meine Damen und Herren, wenn wir über diejenigen sprechen, die dieses Land ernähren, dann reden wir auch über unsere Fischer. Sie stehen genauso wie unsere Bauern mit dem Rücken zur Wand: Fangverbote, Schutzgebietsausweitungen, eine Bürokratie, die jeden Netzwurf dokumentiert haben will. Es wird alles getan, damit traditionelle Fischerei in Deutschland nicht mehr wirtschaftlich möglich ist. Unsere Fischer verdienen nicht Mitleid, sie verdienen endlich politische Rückendeckung.
Stattdessen importieren wir Fisch aus Ländern mit niedrigeren Umwelt- und Arbeitsschutzstandards: ein Schlag ins Gesicht für jeden deutschen Fischer. Wir als AfD sagen klar: Fischerei erhalten, Tradition schützen und Arbeitsplätze sichern, meine Damen und Herren.
Kommen wir zurück zum Etat des Landwirtschaftsministers. Nur einmal zwei absurde Beispiele aus dem Einzelplan 10: 807 000 Euro für eine unklare Eiweißpflanzenstrategie und 450 000 Euro als Überweisung in die Ukraine.
Apropos Ukraine: Besonders unsere Landwirte haben in den letzten Jahren unter dem Druck ukrainischer Getreideexporte über Polen nach Deutschland gelitten. Während Sie darüber philosophieren, welche Symbolflagge über dem Reichstag wehen soll, versenken Sie Millionen in internationale Projekte, anstatt endlich über Frieden und Diplomatie zu sprechen.
Die Wahrheit ist: Ihre Ukrainepolitik ist gescheitert. Sie verbrennt Milliarden, verlängert Leid, und sie schadet Deutschland.
Damit ist unter einer AfD-Regierung Schluss. Wir machen wieder Politik für unser Land, für unsere Landwirte, für unsere Fischer und für unser Volk.
Vielen Dank und schönen Feierabend!
Und den Schluss in dieser Debatte macht für die Unionsfraktion Alexander Engelhard.