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48. Sitzung
Freitag, 5. Dezember 202521. Wahlperiode, 48. SitzungPaketzustellerinnen und Paketzusteller wirksam vor Überlastung und Ausbeutung schützen
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Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Morgen kommt der Weihnachtsmann, und die Linken stecken uns einen aufgewärmten Antrag aus den vergangenen Jahren in den Stiefel.

Morgen kommt der Nikolaus!

Wer den Antrag der umgelabelten SED liest, merkt sofort: Diese Partei denkt Wirtschaft so, dass es am Ende ohnehin nichts mehr zu verschicken gibt.

So wie Habeck!

In dem sozialistischen Mangelwirtschaftsparadies, das Sie seit Jahrzehnten predigen, sind die Regale nämlich leer, da sind die Lager leer, die Geldbeutel sind leer. Da braucht es dann auch keine Paketbranche mehr.

Bei Ihnen ist der Verstandesspeicher leer!

Ihr eigener Antrag schafft sich im linken Endstadium selbst ab: ideologisch konsequent, praktisch grotesk.

Beifallbei der AfD

Niemand bestreitet die Missstände in der Paketbranche: Subunternehmerketten, Druck, schlechte Bezahlung. Aber Ihre Antwort lautet: Verbot, Verbot, Verbot. Sie verbieten die Strukturen, bis kein Unternehmen mehr Luft bekommt, und wundern sich dann, wenn am Ende weder Arbeitsplätze noch Dienstleistungen übrig bleiben.

Wir wollen, dass die Arbeiter Luft kriegen!

Wir sagen: Das Kerngeschäft gehört in die Hände ordentlich angestellter Beschäftigter. Aber Betriebe brauchen Spielraum, um echte Spitzen abzufangen. Dafür ist Fremdpersonal da, nicht um Stammbelegschaften zu ersetzen. Genau deshalb wollen wir den Einsatz von Fremdpersonal in der Paketbranche bei 15 Prozent deckeln.

Das ist hart gegenüber Missbrauch, aber ehrlich gegenüber der Realität und schafft gleiche Wettbewerbsbedingungen statt eines Wettbewerbs darum, wer den längsten Subunternehmerrattenschwanz organisiert. Ein Totalverbot von Fremdpersonal mag im linken Theorieseminar Applaus bringen, in der Praxis scheitert es an Verfassungsrecht, an Europarecht und schlicht am gesunden Menschenverstand.

Beifallbei der AfD

Schauen Sie doch mal in die Fleischindustrie!

Man muss Missbrauch bekämpfen und nicht jede Form von Flexibilität.

Zum angeblich untragbaren Beruf des Paketzustellers noch eine kleine Erinnerung. Saskia Esken – da hinten sitzt sie – hat in ihrer Karriere ja alles gemacht: Straßenmusikerin, Kellnerin und auch Paketzustellerin – eine Art sozialdemokratische Multitasking-Legende.

Das hat sie sehr gut gemacht!

Die Belastung als Paketzustellerin war offenbar nicht zu groß.

Zurufvon der SPD: Was ist das für eine Frechheit!

Sie hatte noch genug Energie, um aus der einst stolzen großen Volkspartei die kleinste Volkspartei der Geschichte zu machen.

Unverschämtheit, was Sie hier machen!

Herzlichen Glückwunsch! So geht Transformation.

Wir als AfD wollen keine Mangelverwaltung und keine ideologischen Totalsperren.

Herr Abgeordneter.

Wir wollen Ordnung auf dem Arbeitsmarkt, Schutz vor Ausbeutung –

Ihre Redezeit ist zu Ende.

– und funktionierende Betriebe und Kunden, –

Herr Abgeordneter.

– die ihre Pakete auch morgen noch bekommen –

Herr Abgeordneter! Die Redezeit ist abgelaufen.

– in einem Land, in dem es überhaupt noch etwas zu liefern gibt.

Vielen Dank.

Beifallbei der AfD

Es gibt extra einen Signalpunkt, der irgendwann anfängt zu leuchten. Ich fange immer fünf Sekunden vorher an, darauf hinzuweisen.

Bei dem leuchtet gar nichts mehr!

Ich versuche danach, sanft darauf hinzuweisen,

Das war aber nicht sehr sanft!

dass die Redezeit längst abgelaufen ist. Ich finde eine 30-sekündige Überziehung dann nicht mehr angemessen.

Beifallbei Abgeordneten der CDU/CSU, der SPD, des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN und der Linken

Sie können ja mit Giftpilzen werfen, Herr Ramelow!

– Ach, Herr Brandner. – Für die SPD-Fraktion darf ich Herrn Bernd Rützel aufrufen.

Beifallbei der SPD sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU

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