Herr Präsident! Werte Kollegen! Liebe Mitdemokraten! Herr Oster, Sie und Ihre Partei haben 2015 die Grenzöffnung verantwortet. Uns jetzt vorzuwerfen, wir würden das instrumentalisieren, nachdem Sie im letzten Jahr unsere Position, die wir seit zehn Jahren vertreten, abgeschrieben haben und jetzt wieder rückwärtslaufen, finde ich ein bisschen stramm.
Bei den Rednern – Frau Nasr von der SPD, Frau Bünger von den Linken und Herrn Benner von den Grünen –
möchte ich mich ausdrücklich für den Werbeblock bedanken. Relativierung und Verharmlosung von Kriminalität ist schon ein starkes Stück. Aber wer kennt das nicht: Frauen, Juden, Homosexuelle, die sich abends nicht mehr auf Straßen und in öffentliche Verkehrsmittel trauen, weil sie Angst haben, sie könnten einem AfD-Unterstützer begegnen? Vielen Dank für diese Ausführungen! Ich kann den Zuschauern und Zuhörern nur sagen: Nein, wir bezahlen sie nicht für diese Werbung. Das machen sie ganz alleine.
Herr Henrichmann, nicht die Messer sind das Problem, sondern die Personen, die sie als Tatwaffe einsetzen. Das ist das Problem, das wir haben.
Hier ist eindeutig das Problem – das zeigt auch die Statistik –, dass wir zu viele arabische und afrikanische Migranten illegal ins Land gelassen haben. Das hat Helmut Schmidt schon in den 2000er-Jahren vorhergesagt; das will hier niemand zur Kenntnis nehmen. Aber Helmut Schmidt würde heute auch vom Verfassungsschutz beobachtet werden; davon gehe ich mal aus.
Wir müssen uns ehrlich machen und der Realität ins Auge blicken. Seit mindestens zwölf Jahren haben wir einen Kontrollverlust über unsere Grenzen. Jeder kann illegal einreisen, niemand muss wieder gehen, und so gut wie jedem steht mittelfristig sogar die Einbürgerung in Aussicht. Wenn wir nur die 3 Millionen Asylanträge nehmen – dazu kommen noch Familiennachzug und Schutzbedürftige – und nur ein Bruchteil davon neigt zur Gewalt, was wir bei kulturfremden Leuten aus gewissen sozialen Schichten leider annehmen müssen, ist die Masse so riesig, dass sich dieser winzige Bruchteil deutlich bemerkbar macht. Wenn von 1 000 Asylanten auch nur 1 Promille zur Gewalt neigt, zum Messer greift,
reden wir bei 3 Millionen Asylanten über 3 000 Personen. Und die Messerkriminalität ist nicht das einzige Feld. Wir haben die Felder des Islamismus, des islamischen Antisemitismus, der Frauenfeindlichkeit, der Homophobie,
der Zwangsehen und Frauenbeschneidungen – alles Themen, die im linken Bereich gar nicht mehr vorkommen, die als Kollateralschäden in Kauf genommen werden, damit Ihre Klientel hier in Deutschland bleiben kann.
Kanzler Merz hatte vor der Wahl groß verkündet, er wolle einiges anders machen als die Vorgängerregierung. Wie wenig davon nach der Wahl im Koalitionsvertrag übrig blieb, haben wir schon letzte Woche festgestellt. Herausgreifen möchte ich nur zwei Äußerungen aus jüngster Vergangenheit:
Der CDU-Generalsekretär Linnemann sagte, die Migrationsabstimmung mit der AfD in der vergangenen Wahlperiode sei ein Fehler gewesen – obwohl Sie unsere Themen übernommen haben.
Ich bin gespannt, wie die Migrationsbestimmungen mit Ihrem Wunschkoalitionspartner SPD ablaufen werden und welche Änderungen Sie mit denen erreichen werden. Ich befürchte, keine. Sie werden sehen: Die NGOs werden bereits in Stellung gebracht; sie werden klagen. Allein die Notlage wird die Grenzschließungen nicht auf eine sichere Rechtsgrundlage stellen. Ich habe dazu bereits ausgeführt und bin gerne zu Gesprächen bereit.
Die zweite Äußerung tätigte Bundeskanzler Merz. Er versprach, Deutschland werde ein tolerantes, offenes und ausländerfreundliches Land bleiben. Ich sage Ihnen: Sie werden genau das nicht erreichen, wenn Sie so weitermachen; denn wir haben Probleme mit genau der Klientel, die eben nicht weltoffen, freundlich, divers und sonst was ist.
Die Saat ist in den Schulen bereits aufgegangen. Wenn bereits an Gymnasien Schüler aus Angst konvertieren, wenn Frauen an Gymnasien nicht mehr anziehen dürfen, was sie wollen – an Gymnasien! –,
dann haben wir ein ernstes Problem.
Ich nenne noch ein Beispiel von der Carl-Bolle-Grundschule in Berlin-Moabit. Da hat sich ein Lehrer als homosexuell geoutet. Er wird diskriminiert, körperlich angegriffen und hat sich krankschreiben lassen müssen. Da fallen Worte wie: Du Schwuler, geh weg! Der Islam ist hier der Chef! Er sei eine Familienschande, eine Schande für den Islam, unrein, ekelhaft und kein Mann. Er werde in der Hölle landen. Die Christen würden bald zerstört werden.
Wenn man diese Signale nicht beachtet, dann gnade uns Gott.
Für die AfD ist klar: Wir werden den millionenfachen Asylmissbrauch beenden und endlich zu einer geregelten Einwanderungspolitik zurückkehren. Diese hat sich an unserem Bedarf zu orientieren. Die Einwanderer müssen integrationswillig sein und haben auf legalem Weg einzureisen. Alles andere ist mit einer Nulltoleranzpolitik zu beantworten. Gewaltkriminalität ist entschlossen zu begegnen: bei Deutschen mit der vollen Härte des Rechtsstaates, bei Ausländern mit Abschiebungen, auch nach Afghanistan.
Vielen Dank und Glück auf!
Ich darf für die CDU/CSU aufrufen: Frau Christina Stumpp.