Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! In der Nacht von Samstag auf Sonntag kam es in der Bielefelder Innenstadt zu einem brutalen Messerangriff auf junge Menschen, die gerade gefeiert haben und sich im Außenbereich einer Bar aufhielten. Der mutmaßliche Täter, ein Syrer, wählte seine Opfer anscheinend wahllos aus. Fünf von ihnen wurden verletzt, vier davon schwer. Ich wünsche den Verletzten gute und schnelle Genesung.
Diese Tat macht mich fassungslos. Und diese Tat reiht sich ein in eine viel zu lange Serie von Messerangriffen. Das Problem bei dieser Gewalt ist nicht die Frage der Messerlänge oder ob es ein Messerverbot geben darf oder soll, das Problem ist ein überproportional gewaltbereiter Anteil an Personen zum Beispiel aus dem arabischen Raum, die irregulär zu uns nach Deutschland gekommen sind.
Die Bürgerinnen und Bürger sind nicht mehr bereit, diese Missstände zu akzeptieren. Sie sind zu Recht empört und erwarten jetzt schnelles Handeln und Veränderungen im Land.
Sie erwarten sichere Innenstädte, damit sich alle, insbesondere Frauen, Kinder und Jugendliche, wieder sicher fühlen können. Sie erwarten, dass ausländische Straftäter konsequent unser Land verlassen müssen. Und sie erwarten, dass Deutschland ein freiheitliches, weltoffenes Land bleibt, das gleichzeitig klare Kante zeigt, wenn es um den Schutz unserer Sicherheit geht.
Deshalb haben am 23. Februar die Menschen in unserem Land den Politikwechsel gewählt
und damit die Wende in der Migrationspolitik. Es ist mir wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger wissen: Dieser Politikwechsel hat am ersten Tag des Regierungswechsels begonnen, und er geht entschlossen weiter, meine Damen und Herren.
Ich bin Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sehr dankbar, der am ersten Tag im Amt nicht nur verstärkte Grenzkontrollen, sondern auch Zurückweisungen an den deutschen Grenzen angeordnet hat, Zurückweisungen auch dann, wenn es sich um Asylgesuche von Personen aus unsicheren Herkunftsstaaten handelt.
Die Wirkung war unmittelbar spürbar. In den ersten zehn Tagen wies die Bundespolizei 1 200 Personen an der deutschen Grenze zurück. Dass Alexander Dobrindt der Sicherung der Grenzen höchste Priorität einräumt, zeigt auch sein Besuch am Grenzübergang Kiefersfelden am vergangenen Donnerstag. Die eingesetzten Bundespolizistinnen und Bundespolizisten leisten unter hoher Belastung eine hervorragende Arbeit. Ihnen gilt unser aller Dank.
Es gelten wieder klare Regeln. So wie es Bundeskanzler Friedrich Merz versprochen hat, so geht der Politikwechsel in Deutschland, meine Damen und Herren.
Dabei sind die bereits getroffenen Maßnahmen erst der Anfang. Mit einem Bündel an Maßnahmen werden wir die irreguläre Migration wirksam zurückdrängen. Freiwillige Aufnahmeprogramme wie das Bundesaufnahmeprogramm Afghanistan werden wir beenden. Den Familiennachzug für subsidiär Schutzberechtigte werden wir aussetzen. Wir werden eine Rückführungsoffensive starten, um all jene wieder aus Deutschland abzuschieben,
die hier nicht sein dürfen. Das gilt als Allererstes für diejenigen, die hier eine Straftat begehen. Und wir werden die Bundespolizei mit den Kompetenzen ausstatten, die sie dringend benötigt. Zum Beispiel werden wir die sogenannte Quellen-TKÜ ermöglichen und ihr die Kompetenz geben, für ausreisepflichtige Ausländer vorübergehend Haft- oder Ausreisegewahrsam zu beantragen.
Das sind – nur kurz angerissen – Beispiele für das, was wir im Koalitionsvertrag vereinbart haben. Die Bundesregierung wird die notwendigen Entwürfe dafür schnellstmöglich auf den Weg bringen, und wir werden sie hier im Deutschen Bundestag verabschieden.
Wir tun dies im Übrigen auch, weil wir nicht zulassen möchten, dass die Millionen Menschen mit Migrationshintergrund, die in unserem Land leben, in Mithaftung für Taten wie in Bielefeld genommen werden. Deutschland ist ein offenes, ein vielfältiges und ein tolerantes Land. Darin liegt kein Widerspruch zu einer konsequenten Migrationspolitik. Im Gegenteil: Konsequentes Handeln bei irregulärer Migration ist die Voraussetzung dafür, dass wir weiter ein offenes und wirklich sicheres Land sein können.
Diese Koalition zeigt und wird zeigen: Die Probleme bei Migration und innerer Sicherheit werden aus der politischen Mitte heraus gelöst. Packen wir es gemeinsam an für mehr Sicherheit im Land!