Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Wir sollen also die Sonne ihren Job machen lassen – und nachts springt dann natürlich der Mond ein,
oder haben Sie dafür schon ein Förderprogramm vorgesehen? Von Jahreszeiten, Bewölkung oder Winter wollen wir an dieser Stelle lieber gar nicht erst anfangen.
Wenn wir also die Sonne ihren Job machen lassen, dann könnten wir eigentlich auch den Staatshaushalt künftig direkt vom Wetterbericht abhängig machen.
Ihr Antrag, liebe Grüne, ist in Wahrheit ein weiteres Kapitel grüner Energieplanwirtschaft. Sie wollen den massiven Ausbau von Wind- und Solaranlagen politisch erzwingen, neue Förderprogramme auflegen und das Stromsystem vollständig auf ein „100 %-Erneuerbaren-Energiesystem“ ausrichten. Das klingt auf Parteitagen sicherlich überzeugend, nur hat es mit der Realität unserer Energieversorgung leider wenig zu tun.
Übrigens: 75 bis 85 Prozent der Solarpanels weltweit werden heute in China produziert, weitere in Vietnam, Malaysia, Thailand und Kambodscha.
Das heißt: Sie schaffen Arbeitsplätze in Asien. Sie reden von Energiewende, aber tatsächlich erleben wir gerade eine Industrieabwanderung mit politischer Begleitmusik.
Meine Damen und Herren, eine sichere Energieversorgung braucht Realitätssinn statt Ideologie. Wir brauchen Technologieoffenheit, verlässliche Grundlast und bezahlbare Energie und keine politisch erzwungene Stromversorgung, die nicht funktioniert, wenn die Sonne gerade nicht scheint und der Wind nicht weht. Eines ist sicher: Strom aus Ideologie ist noch nie aus der Steckdose gekommen.
Die AfD steht für eine Energiepolitik der Vernunft – bezahlbar, zuverlässig und im Interesse unseres Industriestandortes. Über Ihren Antrag lacht nicht nur die Sonne, sondern die ganze Welt.
Der nächste Redner in dieser Debatte ist Dr. Klaus Wiener für die Unionsfraktion.