Herr Präsident! Meine Damen und Herren! In Ungarn endet eine Ära, und zwar eine sehr erfolgreiche. Orbáns Erfolgsbilanz in Zahlen:
Wirtschaftswachstum 2010 bis 2025: 75 Prozent, mehr als das Doppelte von Deutschland.
Kriminalität: Die Zahl der Straftaten ist um 60 Prozent gesunken.
Ein Armenhaus ist es geworden!
Straftaten pro 100 000 Einwohner: in Ungarn 2 200, in Deutschland 6 700.
Energie: Ungarn hat die niedrigsten Energiepreise von Europa. Euro pro Kilowattstunde: Deutschland 0,3 Euro,
Die Märchenstunde ist vorbei!
Die Wahl war am Sonntag! Die Wahl ist gelaufen! Der Wahlkampf ist vorbei! Plakate einsammeln! Wunden lecken!
Ungarn 0,1 Euro, und 50 Prozent kommen aus der Kernkraft.
Migration: Asylbewerber 2025 Ungarn unter 100, Deutschland 168 000. Deutschland hat 1600-mal so viele Asylbewerber wie Ungarn.
Wir brauchen hier keine Wahlkampfrede für Orbán! Der Wahlkampf ist vorbei!
Das schlug sich dann in den Wahlergebnissen nieder. Orbán hat mit Fidesz vier Wahlen hintereinander gewonnen
Das ist doch eine gute Gelegenheit, das Plusquamperfekt zu benutzen!
mit 44 bis 54 Prozent und selbst in der Niederlage noch 39 Prozent. Das schafft in Deutschland nicht mal mehr die CSU, nur noch bald die AfD in Sachsen-Anhalt.
Dass Sie sich hier freuen, dass Orbán geht, verstehe ich. Im Vergleich zu Orbáns Bilanz sehen Schwarz, Rot und Grün, ich entschuldige mich, aber noch einmal mehr wie Totalversager aus. Schwarz-Rot kündigt Reformen ja nicht mal mehr an, aber ich habe da vielleicht eine Idee: Der Herr Orbán hat jetzt ja mehr Zeit.
Vielleicht steht er Ihnen als Berater zur Verfügung für Energie, Migration und Wirtschaft.
Wollen Sie den als Mitarbeiter einstellen? Er ist doch gar nicht verwandt mit Ihnen! Sie sind doch flexibel! Es müssen nicht immer nur Chinesen oder Russen sein! Sie können auch Herrn Orbán einstellen! Ich finde die Idee gar nicht schlecht! Er passt doch zu Ihnen! Fragen Sie doch mal in der Bundestagsverwaltung, ob das geht!
Herr Merz wäre nicht der erste Christdemokrat, der dieses Gespräch sucht.
Im April 2016 traf sich Helmut Kohl mit Viktor Orbán, ein halbes Jahr nach Merkels Grenzöffnung, in Kohls Haus in Oggersheim. Beide waren sich einig: Merkels Grenzöffnung macht Europa kaputt. Vorher schon war Seehofer bei Orbán, um sich Rückendeckung für – Zitat; Sie kennen es – Merkels „Herrschaft des Unrechts“ zu holen. Während Merkel ihre verlogene „Wir schaffen das“-Doktrin verkündete, erklärte Orbán, er werde die Grenzen Ungarns luftdicht verschließen. Orbán war in dieser Stunde der Not für Europa unverzichtbar. Er war der Fels in der Brandung,
Oh!
So ein Unsinn!
an dem der Wahnsinn brach.
Denn es gab 2015 noch keinen Trump in den USA, keine Meloni in Italien,
Sie sind ja richtig emotional betroffen ob dieser Wahlniederlage! Das ist ja was Persönliches, nicht nur politisch! Da ist was verloren gegangen, oder, Frau von Storch? Da ist richtig was verloren gegangen! Wo fahren Sie jetzt eigentlich am Wochenende hin auf Seminar? Nach Miami oder wohin? Budapest geht jetzt ja nicht mehr!
keinen Erfolg der Brexit-Partei oder von Reform, keine Aussicht von Le Pens RN, die Präsidentschaftswahlen in Frankreich zu gewinnen, und noch keine starke AfD auf dem Weg zu absoluten Mehrheiten in Deutschland.
Orbán geht, aber seine historische Mission ist erfüllt.
Glauben Sie das eigentlich selber, was Sie von sich geben?
Er hat quasi für Europa standgehalten: Vernunft wider den woken Wahn. Und nun ist seine Politik überall. Die AfD ist die stärkste Partei in Deutschland, Fratelli in Italien, Reform in UK, RN in Frankreich, FPÖ in Österreich. Die Brandmauer im EU-Parlament ist gefallen, die EU bei Migration langsam auf Orbáns Kurs eingeschwenkt.
Die Zeitenwende zeigt sich selbst in Orbáns Wahlniederlage. Bevor er kam, war seine stärkste Konkurrenz die Sozialistische Partei. Nun, am Ende, ist es ein anderer Konservativer. Das Ende der Ära Orbán markiert
… ein Bündnis aller!
einen Generationenwechsel, aber eben keinen Richtungswechsel.
Er ist aber überzeugter Europäer im Gegensatz zu Ihnen und Ihren rechten Freunden!
Victor Orbán ist nach 16 Jahren Regierung abgewählt worden, so wie Helmut Kohl 98.
Sie sollten als Trauerrednerin arbeiten!
Er hat länger regiert als Adenauer, de Gaulle und Thatcher. Und noch am frühen Wahlabend hat er die Niederlage anerkannt. Das straft alle Diffamierungen als Lügen.
Geschichtsverklärung! Metin Hakverdi [SPD]: Bringen Sie eine Festschrift für ihn raus, und fegen Sie die Scherben zusammen!
Ich zitiere hier nur Norbert Röttgen: Ungarn ist keine echte Demokratie mehr, weil Wahlen nicht fair sind. – Herr Krichbaum hat das auch eben gesagt.
Wann haben Sie jemals aufgepasst?
Alles erwiesene Lügen!
Wer schreibt eigentlich den ganzen Quatsch auf?
Es gibt im Nachkriegseuropa kein einziges Beispiel für eine gewählte rechte Regierung, die die Demokratie abgeschafft hätte. Das ist nur linke Agitation und Paranoia.
Sie wissen doch, dass es Unsinn ist, was Sie da sagen!
Es sind genau die, die so was behaupten, die dann Wahlen in Thüringen oder Rumänien rückgängig machen,
So ist es!
wenn ihnen das Ergebnis nicht passt, oder die die Opposition verbieten wollen.
Orbán ist demokratisch gewählt und wieder demokratisch abgewählt worden. Ursula von der Leyen ist von keinem Bürger gewählt worden, und sie kann von niemandem abgewählt werden.
Das stimmt ja nicht!
Wer sind hier also die Autokraten?
Man kann vom EU-Parlament abgewählt werden! Was erzählen Sie für einen Quatsch?
Für antidemokratische Ideen steht Brüssel und nicht Budapest.
Demokratie ist immer Herrschaft auf Zeit. Das gilt auch für einen erfolgreichen Politiker wie Viktor Orbán und besonders für nicht erfolgreiche Politiker wie Merz und Klingbeil.
Vielen Dank.
