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Die Grund- und Menschenrechte zur geschlechtlichen Vielfalt gewährleisten

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Selbstbestimmung, Gleichbehandlung, körperliche Unversehrtheit – Die Grund- und Menschenrechte zur geschlechtlichen Vielfalt gewährleisten

Tagesordnungspunkt 10 · 19. Wahlperiode

Bundestagsdebatte vom 11. Oktober 2018 · 55. Sitzung

Reden
15
Reaktionswert
Lebhaft

Der Reaktionswert zählt, wie oft das Protokoll während einer Rede Reaktionen aus dem Saal vermerkt. Ein Zwischenruf zählt 3 Punkte, Lachen 2, Beifall und jede andere Reaktion 1. Enthält die Rede eine Zwischenfrage, kommen einmalig 5 Punkte dazu. Der Wert sagt nichts über die Qualität einer Rede.

Zugehörige Drucksachen

Reden in dieser Debatte

Von jeder Rede steht hier ein kurzer Ausschnitt. „Rede einzeln öffnen“ zeigt den ganzen Text.

  1. 1. Rede · Ulle Schauws · BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

    Vielen Dank, Frau Präsidentin. – Herr Henrichmann, Sie haben eine Zwischenfrage ja nicht zugelassen. Aber ich muss das jetzt doch einmal sagen: Was wir hier beraten, ist ja ein Gesetzentwurf, der die Umsetzung einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts betrifft. Sie haben als Vertreter Ihrer Fraktion gesprochen.

  2. 2. Rede · Beatrix von Storch · AfD

    Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Es gibt Menschen, die mit Chromosomenanomalien geboren werden, zum Beispiel mit dem Turner-Syndrom. Diese Menschen sind biologisch intersexuell. Sie suchen sich das nicht aus. Sie brauchen Hilfe, mit allen Möglichkeiten der modernen Medizin, zum Beispiel mit Hormon

  3. 3. Rede · Elisabeth Kaiser · SPD

    Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich möchte heute besonders die Menschen begrüßen, die sich für geschlechtliche Selbstbestimmung und Vielfalt in unserem Land einsetzen. Unsere Aufgabe als Bundestagsabgeordnete ist es, gute Gesetze zu machen und bestehende Reg

  4. 4. Rede · Jens Brandenburg · FDP

    Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Man wundert sich bei manchen Äußerungen hier darüber, was für große Probleme manche Abgeordnete mit dem Geschlecht anderer Leute haben. Auch die Hasstiraden verstehe ich nicht wirklich. Vielleicht sollte man hier mal ein bisschen Sachlichkeit reinbringen und einfach kla

  5. 5. Rede · Doris Achelwilm · Die Linke

    Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Anwesende! Vor einem Jahr hat das Bundesverfassungsgericht klargestellt, dass ein Personenstandsrecht, das nur die zwei Geschlechter – männlich und weiblich – kennt, nicht verfassungsgemäß ist. Was bedeutet das? Einerseits eine Formalie, die für die meisten keinen

  6. 6. Rede · Bettina Margarethe Wiesmann · CDU/CSU

    Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte gern zur Sache zurückkommen und vorab sagen: Wir spielen hier nicht Gott. Es geht auch nicht um Rosa-Blau-Schemata, sondern um eine ernsthaft zu diskutierende Angelegenheit. Vor knapp fünf Jahren beantragte eine Person namens Vanja die Berichtigu

  7. 7. Rede · Susann Rüthrich · SPD

    Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kollegen! Speziell liebe Kolleginnen! Sind Sie Mutter? Dann kennen Sie bestimmt die Frage: Na, was wird es denn? „Ein Kind“ ist nicht die Antwort, die die Fragenden zufriedenstellt. Denn sobald ein Mensch entsteht, wird er einsortiert: Junge oder Mädchen? Es werden aber Kinder gebor

  8. 8. Rede · Marc Henrichmann · CDU/CSU

    Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Besucher! Im Oktober 2017 hat das Bundesverfassungsgericht einen teilweisen Verstoß des Personenstandsgesetzes gegen grundgesetzliche Schutzvorschriften festgestellt und uns ins Stammbuch geschrieben, der Gesetzgeber müsse bei der Geburt eines Kindes neben der Ein

  9. 9. Rede · Marc Henrichmann · CDU/CSU

    Vielen Dank, nein. Das machen wir im Nachgang in den Ausschussberatungen. Das Gesetz regelt, wie gesagt, zwei Fälle: als Erstes die Geburt eines Neugeborenen, wo neben der Angabe „weiblich“ oder „männlich“ und dem Eintrag „ohne Angabe“ zukünftig die Bezeichnung „divers“ gewählt werden kann, und als Zweites, wenn die we

  10. 10. Rede · Sven Lehmann · BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

    Frau Präsidentin! Liebe Abgeordnete! Da Minister Seehofer es leider nicht für nötig hält, an dieser Debatte teilzunehmen – vielleicht ist ihm das Gesetz peinlich, man weiß es nicht; dieses Gesetz kann einem auch peinlich sein –, möchte ich mich direkt an Sie als Abgeordnete der Koalitionsfraktionen wenden. Haben Sie sc

  11. 11. Rede · Sven Lehmann · BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

    Ich kann die Jacke gerne schließen. Aber das ist kein politisches Symbol, sondern es ist das Symbol für geschlechtliche Vielfalt. Und darum geht es in dieser Debatte. Ich bitte Sie, Ihre Rede nun fortzusetzen.

  12. 12. Rede · Sven Lehmann · BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

    Ich kann die Jacke nicht vollständig schließen. Man sieht das Symbol zum Teil trotzdem noch. Ich setze die Rede daher so fort. Die Welt gerät nicht aus den Fugen, wenn wir als Gesetzgeber endlich anerkennen, dass Menschen selber über ihren Geschlechtseintrag entscheiden können. Im Gegenteil: Wir würden damit den Druck

  13. 13. Rede · Volker Ullrich · CDU/CSU

    Frau Präsidentin! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Über 150 000 Menschen in Deutschland leben mit einer Variante der Geschlechtsidentität, und für alle diese Menschen ist heute ein wichtiger Tag, weil sie wertgeschätzt werden in ihrer Identität und weil wir durch den Gesetzentwurf Akzeptanz für ihre Selbstbestimm

  14. 14. Rede · Beatrix von Storch · AfD

    Wir haben, glaube ich, gerade schon gehört, wohin es in den Beratungen geht: Die medizinische Indikation wird möglicherweise kassiert. Wenn am Ende nach einer Beratung ein biologischer Mann sich als Frau eintragen lässt, darf er dann an Sportwettbewerben als Frau teilnehmen?

  15. 15. Rede · Volker Ullrich · CDU/CSU

    Frau von Storch, das ist eine Frage, die der Ernsthaftigkeit des Themas nicht gerecht wird. Es geht darum, dass Menschen ihren Platz in der Gesellschaft suchen, gerade weil sie eine verschiedene Geschlechtsidentität haben. Es geht hier um Wertschätzung, Akzeptanz und Würde und nicht um eine herablassende Frage. Damit b

Fraktionen

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  • BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN4
  • AfD2
  • SPD2
  • Die Linke1
  • FDP1