Vielen Dank. – Frau Ministerin, ich möchte bestätigen, was Sie hier gesagt haben. Es ist tatsächlich richtig, dass es – auch die Papiere des Bundeswirtschaftsministeriums sagen das – einen verstärkten Wechsel auf Gas geben wird. Und selbstverständlich ist es nicht so, wie die Kollegin insinuiert, dass nur ein Angebot von Gas zu einem Mehrverbrauch führt. Das ist ja gemäß dem Erneuerbare-Energien-Gesetz gar nicht möglich.
Allerdings – und jetzt muss ich widersprechen – ist es nicht nur so, dass das Abschalten von Kohle- und Kernkraftwerken bei uns zu einem erhöhten Gaskonsum von heimischen Gaskraftwerken führen wird; es ist tatsächlich auch so, dass wir in eine verstärkte Abhängigkeit von ausländischen Kernkraftwerken geraten. Das kann man am Nettoimportstrom aus Frankreich sehen, der im Jahr 2019 die Größe von 14 Terawattstunden überschritten hat. Das entspricht zwei kompletten französischen Kraftwerksblöcken, die auf dem Papier zu 100 Prozent für den Export nach Deutschland arbeiten. Das ist ein Ergebnis Ihrer Energiepolitik, und das ist auch ein Ergebnis des Verzichtes auf Souveränität, auf die deutsche Stromerzeugungsautarkie. Geben Sie mir recht, dass es so kommen muss, dass ich mich, wenn ich bei uns Stromerzeuger abschalte, dann in die Abhängigkeit von ausländischen Stromerzeugenden begebe, in diesem Fall von französischen Kernkraftwerken?