Vielen Dank, dass Sie die Kurzintervention zulassen. Ich beziehe mich noch einmal darauf, was Herr Witt in seiner Rede gesagt hat. Es gibt einen Zeitungsartikel, der in der „taz“, bei „Zeit online“ und in der „Frankfurter Allgemeinen“ – das sind ja nicht unbedingt rechte oder konservative Zeitungen; konservativ schon, aber nicht unbedingt rechts – veröffentlicht wurde. Ich möchte – mit Ihrer Erlaubnis – daraus zitieren. Die ehemalige CDU-Bundestagabgeordnete und Gesundheitsexpertin Stefanie Vogelsang wird in diesem Artikel zitiert:
„Wir müssen das Thema Verwandtenehe endlich offen, aber auch sensibel angehen“, fordert sie daher: „Wenn Cousin und Cousine heiraten, wissen sie oft nicht, worauf sie sich einlassen.“ Frau Vogelsang
– so steht es hier –
plädiert daher für mehr Aufklärung über Verwandtenehen.
Und jetzt:
Wüssten türkische, aber auch libanesische oder irakische Familien mehr über die gesundheitlichen Risiken, meint die CDU-Politikerin, würden sie vielleicht weniger darauf beharren, dass ihre Kinder Verwandte heiraten.
Ist das jetzt auch rechts? Ist das auch in der Nähe des Nationalsozialismus zu verorten? Das ist eine Ihrer Abgeordneten, die das gesagt hat. Bei unserer Anfrage ging es nur darum, zu verifizieren, wie die Faktenlage ist. Ihre Abgeordnete hat genau diese Fragen auch aufgeworfen. Steht sie auch in der Nähe des Nationalsozialismus?