Sehr geehrter Herr Kollege Castellucci, danke, dass Sie die Zwischenfrage zulassen. – Sie sind ja momentan amtierender Vorsitzender des Innenausschusses, und wir hatten gestern Vormittag einen Bericht über den JI-Rat. Da hat Ihr Staatssekretär Özdemir sehr eindringlich – er saß direkt neben Ihnen – darauf hingewiesen, dass man bitte bei der gesamten politischen Debatte über das GEAS und über das Außengrenzverfahren und die entsprechenden Außengrenzeinrichtungen nicht die Bilder aus Moria zum Vorbild nehmen solle, weil dies eine Fehlvorstellung weckt, und dass die Europäische Union gemeinsam mit den Außengrenzstaaten entsprechende neue Einrichtungen, die auch menschenwürdigen Umständen entsprechen, schaffen wird. Deswegen, Herr Kollege Castellucci, will ich Sie einfach fragen, ob Sie den Vorsatz haben, tatsächlich das Vorbild Moria auch weiter in der politischen Debatte zu nutzen, oder ob Sie dieses zukünftig unterlassen? – Erste Frage.
Zweite Frage. Sie haben Binnengrenzkontrollen angesprochen und, dass man jetzt wieder in Nationalismus oder Ähnliches verfällt. Erstens. Es geht nicht darum, Grenzen zu schließen oder Schlagbäume zu machen,
sondern flexibel und lageangepasst zu kontrollieren, ähnlich wie in Österreich. Jetzt zu der Frage, ob es gute und schlechte Binnengrenzkontrollen gibt. An der Grenze zu Österreich hat Ihre Innenministerin erst im vergangenen Mai diese Binnengrenzkontrollen um sechs Monate verlängert.