Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Bauministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wie es einer Volkswirtschaft geht, das kann man auch an der Art und Weise ablesen, wie sie baut. Wir wissen: In Deutschland bauen wir derzeit zu wenig,
… und zu teuer!
und die Konjunkturlokomotive Bau stockt. Deswegen dürfen wir, liebe Kollegin Nicolaisen, nicht meckern, sondern müssen sie wieder in Gang bekommen. Wir laden Sie herzlich ein, mitzumachen.
Warum sagt man denn eigentlich „Konjunkturlokomotive“? Über 2,5 Millionen Menschen sind in der Baubranche beschäftigt. Sie macht 6 Prozent der Gesamtwirtschaftsleistung im Land aus, und damit kann man sie mit der Automobilindustrie vergleichen.
Wenn Sie nicht gegensteuern, bald nicht mehr!
In der Baubranche gilt: Wir sind zu kompliziert, zu langsam, vielleicht manchmal auch zu wenig innovativ
Zu teuer!
und oftmals zu teuer.
So ist es!
Ach! Und woran liegt es, dass wir so teuer sind? An der Regierungspolitik!
Und ja, wir als Sozialdemokratie haben uns zu Anfang der Legislatur und auch im Wahlkampf nicht aus Jux und Tollerei irgendein Ziel auf Plakate geschrieben, sondern weil wir gesehen haben, dass wir massiv Wohnungen bauen müssen, sodass wir die 400 000 Wohnungen als Ziel ausgerufen haben.
Total verfehlt!
Herr Luczak, liebe Kolleginnen und Kollegen von der Union, natürlich wollen wir die 400 000 Wohnungen bauen – nicht Frau Bauministerin Klara Geywitz höchstpersönlich;
Da haben Sie total versagt!
aber wir wollen die Rahmenbedingungen dafür schaffen. Aber nicht alles, was wir wollen, haben wir in der Hand.
Schauen Sie sich doch mal die Welt an: Krieg, Krise, Inflation.
Energiewende, hohe Stromkosten!
Warum ist Deutschland das einzige Land in der Rezession? Deutschland ist das einzige Land in der Rezession!
Da sagt keiner bei der Sparkasse, der Deutschen Bank oder der Commerzbank: Super, jetzt noch ein Baukredit! – Das ist eben eine ganz herausfordernde Zeit.
Ich will mal ein Bild heranziehen: Manchmal denke ich, das ist ein Gipfel, auf den man hoch muss. Das Ziel ist da: Den Gipfel wollen wir besteigen. Und wie im echten Leben ist es so: Am Ende wird es meistens am anstrengendsten, und die steilsten Meter sind die härtesten.
