Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Soldatinnen und Soldaten! Sehr geehrter Herr Wehrbeauftragter! Wir beraten heute über die Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher Streitkräfte an der durch die Europäische Union geführten Operation EUFOR Althea in Bosnien und Herzegowina. Bosnien und Herzegowina ist Teil Europas, geografisch, historisch und politisch. Der Frieden dort ist das Ergebnis eines jahrzehntelangen mühsamen Prozesses nach den schweren Konflikten in den 90er-Jahren. Dieser Frieden ist kostbar, aber er ist auch fragil.
Die Mission EUFOR Althea trägt entscheidend zur Stabilität in der Region bei. Ihr Ziel ist es, ein sicheres Umfeld zu gewährleisten. Deutschland leistet dazu einen wichtigen Beitrag. Unsere Soldatinnen und Soldaten sind Teil eines multinationalen Einsatzes unter EU-Führung. Sie sorgen durch Präsenz, Aufklärung und Zusammenarbeit mit lokalen Sicherheitskräften für Sicherheit und Stabilität. Sie zeigen Verlässlichkeit und Professionalität, und sie vertreten unser Land mit großer Integrität. Und doch habe ich manchmal den Eindruck, dass unsere Soldatinnen und Soldaten im Auslandseinsatz von der Gesellschaft und, ja, auch von der Politik zu oft vergessen und nicht gesehen werden. Das darf nicht sein.
Wer unser Land unter schwierigen Bedingungen im Ausland vertritt, wer seinen Dienst für Frieden und Sicherheit leistet, verdient unsere volle politische und gesellschaftliche Aufmerksamkeit, und das nicht nur am Veteranentag oder bei einer Mandatsverlängerung, sondern immer.
EUFOR Althea ist ein Beispiel dafür, wie europäische Sicherheitspolitik funktionieren kann, gemeinsam, vorausschauend und verantwortungsvoll. Ich danke unseren Soldatinnen und Soldaten, die diesen Auftrag täglich mit großer Hingabe erfüllen. Ihr seid große Klasse!
Lassen Sie uns ihnen und damit unserer Bundeswehr den Rücken stärken mit einer breiten Zustimmung zu diesem Mandat.
Vielen Dank.