Vielen herzlichen Dank für die Frage. – Erst mal: Selbstverständlich weiß ich, was Sie und auch die Kollegin Köktürk beruflich machen; denn ich bin im Gegensatz zu anderen Leuten immer bestens informiert, wenn ich mich auf eine Rede vorbereite, und ich kenne auch die Kolleginnen und Kollegen im Ausschuss.
Frau Reichinnek, ich habe zwar aufgrund des Tempos nicht alles verstanden;
aber ich glaube, ich weiß, worauf Sie hinauswollten. Ich habe tatsächlich zehneinhalb Jahre Verantwortung für ein Jugendamt getragen, und genauso lange war ich Vorsitzende der Trägerversammlung eines Jobcenters.
Vielleicht muss ich es noch einmal ein bisschen auf den Punkt bringen, damit auch Sie es wissen: Diese Zusammenarbeit zwischen der Jugendhilfe und den Einrichtungen des SGB II gibt es bereits seit vielen Jahren,
etwa den Zusammenschluss in Jugendberufsagenturen, und wir verstärken genau diese Ebene.
Es geht nämlich darum, dass wir jetzt endlich, wenn eventuell Kindeswohlgefährdungen im Raum stehen, unterstützen. Das ist nämlich die Aufgabe der Jugendämter.
Das sehe ich nämlich ganz anders als Sie. Es geht darum, Inobhutnahmen zu vermeiden. Es geht darum, das Familiensystem zu unterstützen. Es geht darum, Hilfen zu installieren, um genau das, was Sie ansprachen, als Ultima Ratio zu verhindern.
Und genau das gewährleisten wir in Zukunft mit dieser Regelung.
Vielen Dank. – Wir setzen die Debatte fort. Der nächste Redner ist für die AfD Jan Feser.