Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Der Stellenwert der Bildung wird hier parteiübergreifend immer wieder ausgesprochen gelobt, ich möchte sagen: besungen. Es ist allen klar, dass wir unsere wirtschaftliche Potenz wie auch unsere sozialen Sicherungssysteme voraussichtlich nicht mit Hohlköpfen werden retten können. Problem bei der Sache ist nur: Wir erleben seit 50 Jahren linke Bildungspolitik mit allen ihren Folgen. Alle Indizes weisen nach unten, egal ob TIMSS-Studie, IQB-Bildungstrend, IGLU-Studie oder PISA-Studie. Es geht mit Deutschland abwärts, und wer das ganz konkret erleben will, kann einfach in der nächsten Woche unseren Bundesparteitag besuchen.
Dort kann man die Opfer der linken Bildungspolitik und der Bildungskatastrophe hautnah und aus nächster Nähe auf dem Weg zur Halle sehen und erleben.
Wir werden das jetzt ändern.
Ich freue mich schon darauf, wenn ab dem 6. September demnächst ein blauer Kultusminister in Sachsen-Anhalt den Hebel umlegen wird, liebe Freunde.
Ich möchte Sie jetzt aber nicht mit meinem Populismus überstrapazieren.
Ich kann ja auch sachlich und fachlich argumentieren.
Wir sind die Alternative für Deutschland, und wir arbeiten selbstverständlich lösungsorientiert.
Die Bildungskatastrophe hat ja nun viele Gründe, die Sie nur teilweise zu verantworten haben. Aber die Massenmigration mit der babylonischen Sprachverwirrung in den Schulen ist natürlich einer dieser Gründe. Wir haben keine Leistungsorientierung mehr.
– Es ist einfach die Wahrheit.
Die Leistungsorientierung ist passé, Lehrer sind nicht mehr vorhanden. In meinem Heimatbundesland NRW fehlen 8 000 Lehrer. Das ist keine populistische Panikmache von der AfD, das sind nackte Zahlen – 35 000 Lehrer fehlen bundesweit – und keine Gerüchte aus der Giftküche der AfD, die ja immer schlecht gelaunt ist und das Land schlechtredet. Die KMK stellt fest, dass bis 2035 vermutlich 468 000 Lehrer fehlen. Und wir wollen das jetzt ändern.
Der Bologna-Prozess war nicht so richtig gut. Er war gut gedacht, aber schlecht gemacht. Wir brauchen in der Lehrerbildung nämlich keine europäische Vergleichbarkeit. Warum nicht? Weil der deutsche Lehrer in der Regel nicht nach Polen, Spanien, Frankreich wechselt – höchstens im Ausnahmefall. Wir brauchen hier also keine vergleichbaren Bildungsstandards in der Lehrerbildung. Deswegen muss er rückabgewickelt werden.
Wir brauchen kein Studium mit einem losen Lehramtsbezug. Wir brauchen junge Menschen, die vom ersten Semester an stringent, fachlich, fachdidaktisch, pädagogisch auf den Beruf vorbereitet werden und nicht nach einem Bachelor, den niemand braucht, aus dem Lehramtsstudium aussteigen, dann vielleicht zu einer linken NGO gehen oder Politiker werden bei den Grünen,
um uns dann womöglich hinterher in der Schule als Quereinsteiger zu belästigen.
Der Staat hat eine Verantwortung; er muss sie auch wahrnehmen. Deswegen gibt es Staatsexamina bei Juristen, bei Apothekern und auch bei Lehrern. Der Staat muss die Qualität und auch die Quantität im Lehrerersatz, im Lehramtsnachwuchs sicherstellen. Schlechte Lehrer bringen nämlich selten gute Schüler hervor. Wir brauchen aber auch genug Lehrer. Wir müssen gemeinsam die Länder ermutigen, die das Staatsexamen abgeschafft haben: Zurück zum Examen!
Eine echte Bildungswende gibt es nur mit der Alternative für Deutschland. Deutschland wird nämlich zuerst blau und dann wieder schlau.
Vielen Dank.