Sehr geehrter Herr Kollege, zu Ihrer ersten Bemerkung zum Thema Patriotismus. Sie haben mich akustisch vielleicht nicht ganz verstanden, deshalb übersetze ich Ihnen das mal. Es gibt eine Sache, die Sie nicht verwechseln dürfen – das hat der frühere Bundespräsident Johannes Rau 2000 sehr deutlich gemacht –: Man darf niemals Patriotismus mit Nationalismus verwechseln.
Das hat einen Grund: Patriotismus ist die Liebe zu seinem Land,
und Nationalismus ist der Hass auf andere Nationen. Das ist der Unterschied zwischen Ihnen und uns.
– Nein. Ich sage Ihnen zu Ihrer Zwischenbemerkung: Ich hasse Russland nicht. Ich hasse autoritäre Regime wie das in Russland, die Menschen zu ertragen haben. Das ist der Unterschied.
Wir hassen nicht Russland, wir hassen nicht die Menschen, die in Russland leben. Aber wir hassen ein autoritäres Regime, das die völkerrechtswidrigen Angriffskriege zu verantworten hat, zu denen Sie heute keinen Takt gesagt haben. Das ist schon verräterisch an dieser Stelle.
Deshalb: Es tut Ihnen weh. Und was machen Sie, liebe Kollegen von der AfD, den ganzen Tag in dieser Debatte hier, wenn Ihnen berechtigte Vorhaltungen gemacht wurden, zum Teil Verdächtigungen geäußert wurden, die in der Öffentlichkeit zu klären sind, und es rechtsstaatliche Verurteilungen von Menschen aus Ihren Reihen mit nachrichtendienstlichen Hintergründen gibt?
Was machen Sie? Nebelgranaten werfen, täuschen, tricksen, tarnen! Das ist das, was Sie machen.
Aber damit kommen Sie nicht durch, das sage ich Ihnen. Sie werden aus dieser Debatte nicht rauskommen. Sie sind keine Patrioten. Sie haben Menschen in Ihren Reihen, die für fremde Mächte in diesem Land wirken.
Das müssen Sie sich vorhalten lassen. Das ist die Wahrheit, meine Damen und Herren.