Herr Präsident! Anwesende Damen und Herren! Im vergangenen Juli gab die neue sogenannte Queer-Beauftragte der Bundesregierung, Sophie Koch,
der „Rheinischen Post“ ein Interview. Angesprochen auf die Entscheidung der Bundestagspräsidentin Julia Klöckner, keine Regenbogenflagge auf dem Reichstag zu hissen, meinte Koch:
„Ja, es gibt Kulturkämpfe. Kämpfe über Fragen, bei denen ich dachte, die seien schon erledigt. […] Ich erlebe zum Glück auch viele Leute, auch in der Union, die sagen, sie wollen diesen Kulturkampf nicht. Ministerin […] Prien […] ist so eine Person.“
Die Botschaft Kochs haben wir gehört: dort die böse Julia und hier die liebe Karin Prien. Die Ministerin ist vollkommen angekommen im Regenbogen-Kasperletheater.
Denn statt den Woke-Ideologie-Posten abzuschaffen, sieht ihr Haushalt 2026 nun noch eine üppige Erhöhung für die Queer-Beauftragte vor: sage und schreibe ein Drittel mehr Bezüge. Man schätzt sich, und man versorgt sich gegenseitig in der bunten, linken Welt. Das ist der Familienministerin offensichtlich wichtiger als die solide finanzielle Unterstützung unserer Familien. Diese Regierung sollte sich schämen, meine Damen und Herren.
Apropos Kulturkampf: Eins verschleiert die Genossin Koch natürlich ganz bewusst: dass es linke Kräfte sind, die unserem Volk seit über 50 Jahren einen gnadenlosen Kulturkampf aufzwingen.
Ob Senkung der Bildungsstandards, Lufthoheit über die Kinderbetten, Verhöhnung von Hausfrauen und Vollzeitmüttern, Hetze gegen Heimatverbundenheit oder die Auflösung des Leitbilds der Familie: Sie sind die Brandstifter und haben mit Ihrer demophoben Politik
gegen den breiten Willen der Mehrheit unseres Volkes verbrannte Erde hinterlassen. Das ist Ihre historische Schuld, meine Damen und Herren.
Statt angesichts der demografischen Katastrophe von Ihrem woken Irrweg umzukehren und alles für ein familienfreundliches Deutschland zu tun, wollen Sie von Linkspartei bis Union unseren Kindern weiterhin mit staatlich geförderter Regenbogenpropaganda ihren gesunden Geist vermiesen, meine Damen und Herren.
Wir als AfD stehen für den Schutz von Minderheiten,
aber wir wehren uns ganz entschieden gegen staatliche Umerziehungspropaganda.
Wir schützen die Familie aus Vater, Mutter und Kindern nicht, weil wir andere Lebensentwürfe hassen oder ablehnen,
sondern weil Ihre Queerpropaganda sie zur „heteronormativen Kleinfamilie“ erniedrigen will und weil Sie aus dem Normalfall einen Verdachtsfall machen wollen. Das lehnen wir ab, meine Damen und Herren.
Dafür, dass wir das tun, werden wir uns auch nicht bei fett dotierten, queerextremen Beauftragten entschuldigen.
Ich fordere die Regierung auf, sämtliche staatlich geförderte Regenbogenpropaganda aus dem Haushalt zu streichen. Die breite Mehrheit der Bürger Deutschlands hat es satt, sich von einer verwirrten, fanatisierten und privilegierten Queermeute
die Welt erklären zu lassen und das Normale zu kriminalisieren, meine Damen und Herren.
Fördern und schützen Sie stattdessen unsere Kinder, unsere Jugendlichen, unsere Alten und unsere Familien! Verlassen insbesondere Sie von der Union das Zirkuszelt,
und werden Sie zu den Gegnern dieser Kasperbude, meine Damen und Herren!
Deutschland wird es insbesondere der CDU danken, wenn sie zu konservativen Werten zurückfindet.
Vielen Dank.
Vielen Dank. – Die nächste Rednerin ist Jasmina Hostert für die SPD-Fraktion.